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Synonyme
Eine wissenschaftlich einheitliche Definition für den Begriff Erschöpfung existiert nicht. Hier werden verschiedene Erklärungsmodelle zusammengefaßt.
- nach Dr. Dörhage/Dr. Grothusen:
Dysfunktion multipler autonomer Systeme (DYMAS) - nach WHO:
Chronisches Fatigue-Syndrom (CFS) - im Englischen:
Myalgic Encephalomyelitis (ME) oder Systemic Exertion Intolerance Disease (SEID) - aktuelle Bezeichnung (nach Charité Fatigue Centrum der Charité Berlin):
Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS)
Klassifikation
ICD-10
G93.3 | Chronisches Fatigue-Syndrom [Chronic fatigue syndrome]
Exkl.:
Chronische Fatigue: mit post-exertioneller Malaise [PEM] (R53.0)
Chronische Fatigue: ohne post-exertionelle Malaise [PEM] (R53.1)
Chronische Fatigue: o.n.A. (R53.1)
Fatigue o.n.A. (R53.9)
G93.30 | Chronisches Fatigue-Syndrom, postinfektiös
Inkl.: Myalgische Enzephalomyelitis, postinfektiös
G93.31 | Chronisches Fatigue-Syndrom, nicht postinfektiös
Inkl.: Myalgische Enzephalomyelitis, nicht postinfektiös
G93.39 | Chronisches Fatigue-Syndrom, nicht näher bezeichnet
Inkl.: Chronisches Fatigue-Syndrom o.n.A., Myalgische Enzephalomyelitis o.n.A.
Definition
Ausgeprägter Erschöpfungszustand, der die folgenden Kriterien erfüllt (SEID-Kriterien der National Academy of Madicine (NAM)):
- Beeinträchtigung bei der Ausübung von Beruf, Bildung, sozialen und persönlichen Aktivitäten, die
- länger als 6 Monate andauert
- von Müdigkeit begleitet ist
- oft stark ausgeprägt ist
- nicht schon lebenslang besteht, d.h. zu einem Zeitpunkt neu aufgetreten ist
- nicht die Folge einer anhaltenden oder ungewöhnlich übermäßigen Anstrengung ist
- durch Ruhe nicht wesentlich gebessert wird
- Verschlimmerung von Symptomen nach körperlicher, geistiger oder emotionaler Anstrengung, die vor der Erkrankung keine Probleme verursacht hätte.
Typisch ist eine Verschlechterung der Symptome 12 bis 48 Stunden nach der Anstrengung, die Tage oder Wochen anhalten kann. - Unerholsamer Schlaf. Keine Erholung auch nach einer ganzen Nacht ungestörten Schlafs.
- Konzentrations- und Kognitive Störungen wie Wortfindungsstörungen
- Orthostatische Intoleranz
Die Symptomatik muß mindestens 6 Monate bestehen.
Bisher vermutete Pathomechanismen:
- Bildung von Autoantikörpern gegen adrenerge und muskarinerge Rezeptorn (G-protein-coupled receptor, GCPR)
betroffene Funktionskreise
- Wandlungsphase: Wasser
- TCM-Funktionskreise / Meridiane: Niere
- Chakren:
- Miasmen: Clostridiales-Miasma
- Zähne:
hinweisende Symptome
anhaltende Müdigkeit / Erschöpfung (Fatigue)*
Belastungsintoleranz / postexertionelle Malaise (PEM)*
Oft zeitlich verzögert einsetzende Symptomverschlechterung nach Alltagsaktivitäten, die über Tage bis Wochen anhält.
Lang anhaltende Erschöpfung nach kurzer Anstrengung
körperliches Schwächegefühl
–
Lustlosigkeit, Antriebsschwäche
–
Reizbarkeit Stimmungsschwankungen
–
unerholsamer Schlaf
Keine Erholung auch nach einer ganzen Nacht ungestörten Schlafs.
"Brain fog"
- Konzentrationsstörung
- Druckgefühl im Kopf
- Schwindelgefühl
- Gefühl, wie benebelt im Kopf; Schwierigkeiten, klar zu denken
- Denken strengt an und verschlimmert die Erschöpfungssymptome
Kognitive Dysfunktionen
- Konzentrationsstörungen
- langsames Denken
- Schwierigkeiten, zu fokusieren
- Gedächtnisstörungen
- Wortfindungsstörungen, Auspracheschwierigkeiten, verwaschene Sprache
Orthostatische Intoleranz
Schwindel/Benommenheitsgefühl nach raschem Aufstehen aus dem Liegen o. Sitzen.
Durchblutungsstörungen, Störungen der Gefäßregulation
- Raynaud-Syndrom durch Antikörper gegen Beta-2-Rezeptoren (ß2AR)
Muskel- und Gelenkschmerzen (Myalgie, Arthralgie)
Diffuse, meist dumpfe Schmerzen in einzelnen o. mehreren Muskeln oder Gelenken oder in der gesamten Muskulatur („Ganzkörperschmerz“)
Sehstörungen
Verschwommenes o. unscharfes Sehen
Reizempfindlichkeit
- Lichtempfindlichkeit
- Lärmempfindlichkeit
- Geruchsempfindlichkeit
Äußere Reize, die früher als normal empfunden wurden, verschlechtern jetzt die bestehenden Symptome und werden schwer toleriert.
Übelkeit
Stetig oder zeitweise latente Übelkeit.
Magen-Darm-Beschwerden
–
Nachtschweiß
.
grippeähnliche Symptome
- verstopfte und/oder laufende Nase
- oft trockener Husten oder Hüsteln
- „Grippegefühl“, Gliederschmerzen
- manchmal leichte Temperaturerhöhungen / Fieber
- Kopfschmerzen (meist diffus o. Stirnbereich)
Palpitationen (Herzrasen, Herzstolpern)
- –
Libidoverlust, Potenzstörungen
- –
in schweren Fällen Verlust der Arbeitsfähigkeit, Verlust der Alltagskompetenz (ca. 25%)
- –
Zur Diagnosestellung im Sinne der Westlichen Schulmedizin müssen die mit * gekennzeichneten Symptome und weitere autonome, neuroendokrine oder immunologische Störungen über mindestens 6 Monate bestehen!
Ursachen / begünstigende Faktoren
Chronisches Fatigue-Syndrom (CFS)
als eigenständige Erkrankung des Nervensystems
Störungen des Immunsystems
- primäre und sekundäre Immundefekte
- andere Autoimmunerkrankungen
bakterielle Infektionen
- Borreliose
- Chlamydia-pneumoniae-Infektion
- Chlamydia-trachomatis-Infektion
- Yersiniose
- Tuberkulose
- Lues
- u.a.
Virusinfektionen
- SARS-CoV-2
- Influenza
- Respiratory-Syncytial-Virus
- Rhinoviren
- HIV
- Hepatitis-Viren
- Herpesviren (HSV1, HSV2, Varizell-Zoster-Virus, EBV, HHV6
- Enteroviren
Pilzinfektionen
- Aspergillosen
- mukokutane oder systemische Candidamykose
Hormonelle Störungen
- durch Schilddrüsenerkrankungen
- Diabetes mellitus
- Testosteronmangel
- Estradiolmangel
- Progesteronmangel
- Klimakterium
- Vitamin-D-Mangel
- Melatoninmangel
(Mikro-)Nährstoffmängel
Mangel an
- B-Vitaminen
- Vitamin C
- Vitamin K1 und K2
- Selen
- Zink
- Coenzym Q10
- L-Tryptophan
- Eisen
- Kalium
- Kalzium
- Magnesium
- u.v.a.
Nahrungsmittelintoleranzen
- Laktose-Intoleranz
- Fruktose-Intoleranz
- Zöliakie
- Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität
- Histaminosen
- pseudoallergische Reaktionen durch Serotonin, Sulfit, Salicylaten, Glutamin
Störungen der Mitochondrien
- angeborene Mitochondriopathien
- KPU / HPU
- Genickinstabilität / Nitrostreß
- Mikronährstoffmangel-Mitochondriopathie (MMM)
chronische somatische Erkrankungen
- Herzinsuffizienz
- Multiple Sklerose
- Morbus Parkinson
- Sarkoidose
- chronische Niereninsuffizienz
- Schlafstörungen
- Schlaf-Apnoe-Syndrom (SAS)
- Rheumatische Erkrankungen
- Fibromyalgie
- Antiphospholipid-Syndrom (APS)
- u.v.a.
Krebserkrankungen
Tumorassoziierte Fatigue
therapiebedingte Ursachen
- nach einer Operation
- nach Intensivbehandlung
- nach langem stationären Aufenthalt
- nach Therapie einer lebensbedrohlichen Erkrankung
Medikamente
- Benzodiazepine
- Antidepressiva
- Neuroleptika
- Antihistaminika
- Antihypertensiva (Blutdrucksenker)
- Schlafmittel
- Opiate
- Parkinsonmittel
- Statine (Cholesterinsenker)
- PPI (Säureblocker)
Drogen
- Alkohol
- Cannabis
- alle synthetischen Drogen
Umweltnoxen
- Schimmelpilze
- Weichmacher, BPA
- viele Farbstoffe
- viele Lebensmittelzusatzstoffe
- Kosmetika
- u.v.a.
nach TCM
Diagnostik
Zur Diagnosestellung im Sinne der Westlichen Schulmedizin müssen die o.g. mit * gekennzeichneten Symptome und weitere autonome, neuroendokrine oder immunologische Störungen über mindestens 6 Monate bestehen!
Die Diagnostik eines Erschöpfungssyndroms gehört in die Hand eines erfahrenen Schul- und Ganzheitsmediziners! Die Abklärung und der Ausschluß schulmedizinisch zu behandelnder Ursachen kann lebenswichtig sein und darf auf keinen Fall versäumt werden:
- Beim Allgemeinmediziner oder Internisten (Körperliche Untersuchung, Blutdruck, Puls, Blutwerte für Blutbild, Entzündungswerte, Leber-, Nieren-, Zuckerwerte inkl. HbA1c, Schilddrüsenwerte inkl. fT3/fT4)
- beim Kardiologen: Ausschluß einer Herzerkrankung
- beim Neurologen/Psychiater: Ausschluß einer Nervenerkrankung/Psychiatrischen Erkrankung
- beim Rheumatologen/Immunologen: Ausschluß einer der schulmedizin bekannten Autoimmunerkrankung
- bei Frauen eine Gynäkologische Abklärung
- bei Auffälligkeiten im Blutbild auch Abklärung beim Hämatologen
- bei geringstem Verdacht: Tumorsuche mit entsprechenden bildgebenden Verfahren
Erst nach Ausschluß akut gefährlicher Erkrankungen ist die umfangreiche ganzheitlich individuelle Diagnostik und Behandlungsplanung möglich.
Basis hierbei muß immer eine ausführliche ganzheitliche Anamnese, die Sichtung relevanter bisheriger Befunde und v.a. eine ausführliche körperliche Untersuchung auch unter Aspekten anderer Medizinsysteme (Zungen-, Pulsdiagnose, Störherdsuche etc.) sein.
Immer sind vermutete Mängel oder hormonelle Störungen über Laborwerte zu quantifizieren!
Ggf. sind weiterführende individuelle Untersuchungen (spezielle Ultraschalluntersuchungen, HRV etc.) notwendig.
Therapie
Westliche Leitlinentherapie (Schulmedizin)
Immunadsorption
→ Rheumazentrum Rheinland-Pfalz (Apherese- und Infusionszentrum)
Ganzheitsmedizinische Behandlungsmöglichkeiten
Basisbahandlung
Pacing
- Leistung an vorhandene Energie anpassen
- Regelmäßige und ausreichende Ruhephasen
Orthomolekulare Medizin

Bei allen Erschöpfungssyndromen finden sich immer gravierende Mikronährstoffmängel. Alle o.g. Ursachen führen über die starke Beanspruchung entsprechender Kompensationsmechanismen auf biochemischer Ebene zu einem massiven Anstieg des Mikronährstoffverbrauchs. Über unsere Nahrungsmittel ist dieser Mehrbedarf nicht mehr zu decken. Ohne gezielte Substitution sinken die Spiegel wichtiger Mikronährstoffe stetig weiter. Im Vitamin-, Mineral- und Mikronährstoffmangel kann der Stoffwechsel aber nicht ins Gleichgewicht kommen. Ein Teufelskreis beginnt.
Hier hilft die Multi-Vitamin-und-Mineral-Pille leider wenig.
Die individuell tatsächlich vorhandenen Mikronährstoffmängel müssen im Labor erkannt und quantifiziert werden.
Darüber hinaus sind die genaue Zusammensetzung der Präparate, ihre Zusatzstoffe und Art und Zeitpunkt der Einnahme entscheidend für einen Therapieerfolg!
Wir erstellen daher Ihren für Sie ganz individuell optimierten Behandlungsplan zur effektiven Substitution der gefundenen Mängel.
Die blinde Einnahme irgendwelcher Nahrungsergänzungsmittel ohne genaue Kenntnis der eigenen Mängel und ohne fachliche Beratung ist nicht sinnvoll und kann in Einzelfällen sogar schaden!
Am häufigsten werden folgende Mängel in unterschiedlichem Ausmaß gefunden und bedürfen der individuell dosierten Substition:
die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA im richtigen Verhältnis (derzeit nur mit Präparaten der Firma norsan erfolgreich!)- Vitamin D3 + K2 (hochnormale Serumspiegel einstellen!)
- Zink, Selen, Jod (unbedingt Kontrolle im Vollblut!)
- Magnesium, Kalium, ggf. Mangan (nach Vollblutkontrolle)
- Coenzym Q10
- sämtliche B-Vitamine (v.a. B6, B12, Folsäure – diese evtl. zunächst i.m. oder als Infusion)
Da häufig eine ausgeprägte Resorptionsstörung im Darm auch für Mikronährstoffe besteht, sind zu Beginn der Behandlung oft i.m.-Spritzen oder Infusionen mit den wichtigsten Vitalstoffen notwendig!)
TCM
Wir wenden verschiedene Verfahren der TCM und CM an, um Blockaden und Ungleichgewichte in den Funktionskreisen und Energieleitbahnen nach chinesischem Verständnis zu beseitigen und so den gesunden Energiefluß wieder herzustellen.
Akupunktur (Zen Fa)
Akupressur (指压法)
Moxa (Jiao Fa)
QiGong
Kräuter
Kampo-Medizin
Hochu-ekki-to (TJ-41)
Codyceps (Ophiocordyceps sinensis)
z.B. Phytoform® Cordyceps 400+
⇒ 3x tgl. 1 Kps. (90 Kps. ca. 25,00€)
weitere Informationen → https://bioeffekte.info/pflanzen/pilze/cordyceps/
Quellen: DAA e.V. München 01/2025
besser: Kombinationen
Reishi + Hericium + Cordyceps + Vit.C
z.B. HAWLIK Relax Vitalpilzmischung
⇒ 2x tgl. 2 Kps. zum Essen
(90 Kps. reichen ca. 3 Wochen und kosten ca. 36,90€)
Cordyceps + Maitake + Reishi + Shiitake
z.B. formmed Phytoform® Vitalpilz-Komplex
⇒ 3x tgl. 1 Kps. zum Essen
(90 Kps. reichen 1 Monat und kosten ca. 40,00€)
Phytotherapie
Rosenwurz
z.B. Phytoform® Rhodiola 250+
⇒ 1 Kps. tgl. vormittags nüchtern
→ Diagnostik über RAC-Pulstastung & Hautwiderstandsmessung
→ Störherdsuche & -behandlung
→ Ohrakupunktur mit gold-/silberlegierten Nadeln
→ Setzen von 7-Tage-Nadeln
→ Laser-Frequenz-Akupunktur
→ Templantat-Implantation
- bei RAC auf Le8 → CERES Avena sativa (Haferkraut) Urtinktur ⇒ 2x tgl. 3 Trpf.
Homöopathie
Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.
häufig angewendete Einzelmittel
Sie sollten Einzelmittel auf eigene Faust nur als Akutmittel in niedriger Potenz zur Linderung Ihrer Beschwerden versuchen.
Gerade chronische Erkrankungen bedürfen einer Konstitutionsbehandlung und der genauen Kenntnis des zugrundeliegenden Miasmas. Die Mittelfindung ist nicht einfach und bedarf einer ausgiebigen Anamnese und Testung (Zeitaufwand oft 1-2 Stunden) und vor allem großer Erfahrung. Wenden Sie sich daher unbedingt an einen in klassischer Homöopathie sehr erfahrenen Therapeuten!
Ambra grisea (ambr.)
- Burnout-Symptomatik
- Schwierigkeiten beim Denken
- Kurzzeitgedächtnis läßt rapide nach
- muß alles mindestens zweimal lesen, um es zu verstehen
siehe → Ambra grisea (ambr.)
Gelsemium sempervirens (gels.)
- Erschöpfung unter Termindruck/Streß
- will allein gelassen sein; reizbar, empfindlich
siehe → Gelsemium sempervirens (gels.)
Nososden
bewährte Komplexmittel
Nemaplex® aktiv (Nestmann)
Nemaplex® aktiv (Nestmann)
⇒ 3x tgl. 25-30 Trpf.
Bezugsquellen: Apotheken; https://www.nestmann.de/shop
Aromatherapie / Ätherische Medizin
Ätherische Öle
Vorsicht: Bei der Anwendung Ätherischer Öle kann es zu Unverträglichkeitsreaktionen oder zu allergischen Reaktionen kommen. Sollten Sie mit dem betreffenden Öl noch nie oder höchstens einmal im Leben in Kontakt gekommen sein, so testen Sie zunächst einen Tropfen des (am besten mit einem neutralen Öl verdünnten) entsprechnden Ätherischen Öls durch Einmassieren in die Ellenbeuge.
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die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA im richtigen Verhältnis (derzeit nur mit Präparaten der Firma norsan erfolgreich!)