Mastozytose

Seiteninhalt

definition

Definition

Rezeptordefekt der histaminproduzierenden Mastzellen, der zu akut auftretenden verstärkten allergischen Reaktionen führen kann.

haeufigkeit

Häufigkeit

  • Inzidenz: 1:20.000 Personen
  • 2,2% der Menschen, die einen allergischen Schock erleiden haben eine Mastopathie
webicon-50x50-code-02

Klassifikation

ICD-10: D47.0 (Indolente systemische Mastozytose); Q82.2 (Mastozytose angeboren)

webicon-50x50-deeplearn-06

Pathophysiologie

  • Defekt der c-KIT-Rezeptoren auf der Oberfläche von Mastzellen (sog. Gain-of-Function-Mutation).
  • Folge: die c-KIT-Rezptoren feuern dauerhaft
  • was zur übermäßigen Vermehrung der Mastzellen führt (Mastzellproliferation).
  • Bei Antigenkontakt kaönnen nun gößere Mengen Histamin aus den vermehrten Mastzellen auf einen Schlag freigesetzt werden
  • was zu einer schnelleren u. heftigeren Immunreaktion bis zum allergischen Schock (Anaphylaxie) führen kann.
Ursachen

Ursachen & begünstigende Faktoren

  • Gendefekt
Risiko

mögliche Folgeerkrankungen & Risiken

  • 22-49% der Erwachsenen mit Mastozytose erleiden mindestens einmal im Leben einen Anaphylaktischen Schock.
  • 6-9% der Kinder mit Mastozytose erleiden einen Anaphylaktischen Schock.
  • 20-30% der Menschen mit Mastozytose sind von einer Insektengiftallergie betroffen.
  • Durch die vermehrte Mastzellproduktion auch mi Knochenmark kommt es häufig zur Osteoporose mit entsprechendem Frakturrisiko.
Symptome

hinweisende Symptome

Darier’sches Zeichen: leichtes Kratzen auf einem der Flecken (z.B. mit Kugelschreiber, Spatel) führt innerhalb weniger Minuten zur Bildung von Quaddeln.

Hautbiopsie aus einem Flecken: Vermehrte Mastzellen.

  • postitions- und bewegungsabhängige Schmerzen im Schulter-, Nacken, Halsbereich
    ggf. bis in den Hinterkopf oder in den gesamten Kopf ausstarhlend
  • deutliche Verspannung der Hals-, Nacken- u. Schultermuskulatur
  • Schwindel
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Übelkeit
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Fingern u./o. Händen
  • Ohrgeräusch (Tinnitus)
  • Di-17 aktiv
  • postitions- und bewegungsabhängige Schmerzen im Schulter-, Nacken, Halsbereich
    ggf. bis in den Hinterkopf oder in den gesamten Kopf ausstarhlend
  • deutliche Verspannung der Hals-, Nacken- u. Schultermuskulatur
  • Schwindel
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Übelkeit
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Fingern u./o. Händen
  • Ohrgeräusch (Tinnitus)
  • Di-17 aktiv
diagnostik

Diagnostik

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Laboruntersuchungen

  • evtl. keine Auffälligkeiten
  • oft Zytopenie einer o. mehrerer Zellreihen
  • Eosinophilie, Monozytose, selten vermehrte Mastzellen
  • i.d.R. deutlich erhöht (> 11,4 g/l)
  • DD: Niereninsuffizienz (!); Leukämien; MDS; Wurminfektionen; hereditäre Alpha-Tryptasämie; u.a.
  • Albumin
  • AP
  • GGT, GOT, GPT
  • Bilirubin
  • LDH
  • Ferritin
  • Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure
  • CRP
  • ß2-Mikroglobulin
  • Eiweiß-Elektrophorese, Immunfixation
  • plasmatische Gerinnung

weitere Untersuchungen bei nachgewiesener Mastozytose

Oft Vergrößerung von Leber (Hepatomegalie) u./o. Milz (Splenomegalie) durch die vermehrte Zellbildung.

  • erhöhtes Osteoporoserisiko durch vermehrte Zellbildung im Knochenmark.
  • zum Nachweis der vermehrten Mastzellbildung
  • derzeit (auch wg. Kapazitätsmangel) wird die Notwendigkeit dieser Untersuchung diskutiert

Therapie

Adrenalin-Autoinjektoren

  • Üben Sie die Anwendung einer Adrenalin-Injektion für den Notfall.
  • Zeigen Sie auch Angehörigen und Menschen, mit denen Sie unterwegs sind, was Sie im Ernstfall tun sollten.
  • Lassen Sie sich immer zwei Adrenalin-Autoinjektoren verordnen und stellen Sie sicher, daß Sie immer einen bei sich tragen!

Mastozytose-Notfallausweis

  • Tragen Sie einen Mastozytose-Notfallausweisbei sich, in dem die Erkrankung u. entsprechende Maßnahmen bei einem allergischen Schock kurz u. prägnant erklärt sind. Außerdem sollten alle bei Ihnen bekannten Allergieauslöser aufgeführt sein!
  • Sie erhalten einen Ausweis von ihrem behandelnden Facharzt o. Zentrum.

Behandlungszentren & Spezialisten

Behandlungs-zentren & Spezialisten