Gallensäure-Verlustsyndrom (GVS)

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Synonyme

Gallensäure-Malabsorption, GVS, GSM

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Klassifikation

ICD-10: K90.8 (Sonstige intestinale Malabsorption)
ICD-11: –

haeufigkeit

Häufigkeit

Ca. 1% der Gesamtbevölkerung

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Definition

Gestörte Rückresorption der Gallensäuren im Dünndarm mit konsekutiv erhöhtem Anfall von Gallensäuren im Dick- und Enddarm und der Analregion.

Typ 1

  • strukturelle Veränderungen des Ileums:
    • Morbus Crohn
    • Blindsack-Syndrom (Blind-Loop-Syndrom)
    • Operationen am terminalen Dünndarm
    • Strahlentherapie, bei der der Dünndarm im Bestrahlungsfeld liegt (z.B. bei Kolon- o. Ovarialkarzinomen)
  • Strahlenexposition im Rahmen einer Krebstherapie
  • Vagotomie (operative Durchtrennung des Vagusnervs)

Typ 2

Typ 3

Folge einer Vorerkrankung:

Typ 4

Medikamentennebenwirkung:

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Pathophysiologie

Aufgrund mangelnder Rückresorption in den unteren  Dünndarmabschnitten gelangen Gallensäuren in größerer Menge in den Dickdarm (Kolon). Hier führt die Gallensäure zu einer Entzündung/Reizung der Darmschleimhaut, dies fördert wiederum die Sekretion von Elektrolyten und Wasser und führt zu einer drastischen Erhöhung des Stuhlvolumens und der Kolonmotalität (Darmbewegung). Die Folge sind meist wässrige, voluminöse Durchfälle.

Darüber hinaus werden Gallensäuren im Dickdarm von Bakterien zu krebserregenden Stoffen (Karzinogenen) verstoffwechselt, was das Risiko für die Entstehung von Darmkrebs erhöht.

Die erhöhte Gallensäurekonzentration im Stuhl reizt häufig auch die Analregion (Afterjucken)

  • chronische oft starke, Durchfälle
  • Fettstühle
  • Bauchkrämpfe
  • Übelkeit
  • Schleimhautreizungen in der Analregion
  • Ekzeme der Haut v.a. perianal
  • Afterjucken (Pruritus ani)
  • unerwünschter Gewichtsverlust
  • Müdigkeit
  • wenig Energie
diagnostik

Diagnostik

Laboruntersuchungen

Risiko

mögliche Folgeerkrankungen & Risiken

  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Vitamin-Mangelerkrankungen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • erhöhtes Darmkrebsrisiko

Ganzheitsmedizinische Behandlungsmöglichkeiten

Ganzheitsmedizinische Behandlungs-möglichkeiten

Orthomol

Orthomolekulare Medizin

Voraussetzung für eine Besserung oder Heilung ist es immer, dem Organismus das zu geben, was er zur normalen Funktion braucht. Das heißt, Mängel an Mikronährstoffen müssen alle erkannt und effektiv behoben werden. Dabei bedarf es einer Menge Fachwissen aus der Orthomolekularmedizin und zuverlässiger Laboruntersuchungen. Wenden Sie sich deshalb unbedingt an einen in diesen Dingen erfahrenen Therapeuten, der Ihre Mängel gezielt aufdecken und mit Ihnen einen individuellen Substitutionsplan erstellen kann.


Quellen: über 20 Jahre eigene Praxiserfahrung

Die blinde Einnahme irgendwelcher Nahrungsergänzungsmittel ohne genaue Kenntnis der eigenen Mängel und ohne fachliche Beratung ist nicht sinnvoll und kann in Einzelfällen sogar schaden!

Häufiger Substitutionsbedarf

⇒ muß ggf. unter Umgehung des Darms zugeführt werden (Lutschtablette o. Spritzen)

Achtung 03Vit.D-Substitution erst nach Untersuchung der sog. Vit.D-Ratio, um einen möglichen sog. Vitamin-D-Rezeptor-Defekt zu erkennen. Bei einem positiven Befund darf auf keinen Fall eine größere Menge Vitamin D zugeführt werden!

→ alle fettlöslichen Vitamine werden unter Umständen schlechter resorbiert!

Vor allem finden wir oft einen massiven Mangel an EPA, aber auch für DHA sind die Werte häufig deutlich zu niedrig

Viele Omega-3-Präparate sind ungeeignet!

Zahlreiche am Markt befindliche Omega-3-Präparate v.a. Fischölkapseln enthalten hohe Schadstoffkonzentrationen und schaden mehr als daß sie nutzen! Andere Präparate sind zwar schadstoffarm aber in ihrer Zusammensetzung der einzelnen Omega-3-Fettsäuren ungeeignet oder sie werden nicht vollständig resorbiert. Lassen Sie sich unbedingt zu den für Sie geeigneten Präparaten von einem Experten beraten und glauben Sie nicht den zahlreichen Werbeversprechen im Internet!


Quellen: über 20 Jahre Praxiserfahrung!

GMUUm Ihre individuellen Mikronährstoffmängel aufzudecken und eine effektive Substitutionstherapie einzuleiten bieten wir Ihnen unsere Ganzheitsmedizinische Untersuchung an.

MedKoffer 1

Basismaßnahmen

antientzündliche Therapie des Dünndarms

Phytoform® Weihrauch 400+
⇒ 1Kps. tgl. zu einer Mahlzeit

Entlastung des Dickdarms

Mucofalk® oder Flosa®
⇒ Beginnen sollte man mit je ½ Beutel oder 1TL nach den Hauptmahlzeiten.
Wenn der Erfolg nicht ausreichend ist, kann auf einen Beutel oder einen Esslöffel gesteigert werden.
Achtung: Das Pulver muss in einem Glas Wasser angerührt und danach sehr rasch getrunken werden. Wenn man den „Flohsamen-Drink“ längere Zeit stehen lässt, dann geliert er und man hat das Gefühl, flüssige Gummibärchen zu trinken.

Luvos® Heilerde
⇒ 1 Teelöffel bis 1 Eßlöffel mit etwas Wasser nach den Hauptmahlzeiten

Komplex-Phytotherapie

Leber-in-form G Fettstoffwechsel

⇒ 3x tgl. 1 Kps. zum Essen

enthält:

  • Artischockenextrakt
  • Cholin
  • Curcumaextrakt
  • Ingwerextrakt
  • Kamillenextrakt
  • Löwenzahnextrakt
  • Vit.C
  • Vit.E

Gallensäurebindung

  • Colesthexal® Pulver
  • Colestyramin STADA Granulat
  • Lipocol®-Merz Kautabletten

⇒ 4x tgl.4 g über zwei bis vier Wochen

VORSICHT: nicht mit anderen Medikamenten oder Nahrungsergänzungen zusammen einnehmen – ca. 1-2Std. Abstand lassen!

Luvos® Heilerde Kapseln

⇒ 3x tgl. 3 Kps. jeweils nach dem Essen
über 6-8 Wochen o. länger

Myrrinil-Intest®
(Myrrhe, Kamille, Kaffeekohle)
⇒ 3x tgl. 4 Drg. jeweils ca. 30 Minuten nach dem Essen
über 6-8 Wochen o. länger

Indische Flohsamenschalen
⇒ 3x tgl. 1 Teelöffel jeweils ca. 30 Minuten nach dem Essen
über 6-8 Wochen o. länger

Mukofalk® Apfel Granulat
⇒ 2-6x tgl. 1 Btl. ca. 30 Minuten nach dem Essen

günstige Nahrungsmittel

→ fettarm; mittelkettige Fettsäuren (MCT-Öle in Bio-Qualität verwenden)