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Definition
Erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand durch Störung des Zusammenhalts der Darmwandzellen. Es gelangen vermehrt Fremdstoffe (Eiweiße, Schadstoffe, Schwermetalle, unverdaute Nahrungsbestandteiel, Zuckermoleküle, Bakterientoxine u.a.) in die Darmwand bzw. ins Blut, die bei intakter Darmbarriere zurückgehalten würden.
(Be)Deutung
- Die Abgrenzung nach außen ist nicht mehr stabil, ist löchrig.
Ursachen & begünstigende Faktoren
- Ursache Nummer 1: zu viele Blutzuckerspitzen!
- Übermaß an glutenhaltigem Getreide (Weizenlektin)
- Übermaß an Tiermilchprodukten (A1-beta-Casein → Casomorphin)
- Dysbiose der Mundflora durch Paradontitis mit vermehrter Besiedelung durch pathogene Keime, die die Darmbarriere nachweislich schädigen können (z.B. Pophyromonas gingivalis führt z.B. zur Verringerung von Tight-junction-Proteinen und vermehrter Bildung entzündungsauslösende Zytokine; Streptococcus salivarius)
- zuviel Histamin im Darm (Darm-Histaminose)
- Belastung mit Borrelientoxinen
Übermaß an glutenhaltigem Getreide (Weizenlektin)
Auch ohne Zöliakie oder Allergie ist Gluten für den Menschen nur schwer verdaulich und kein geeigneter Nahrungsbestandteil. Unsere Alltagsernährung mit Brot, Brötchen, sonstigen Sachen vom Bäcker, Nudeln, Pizza usw. ist derart mit Gluten angereichert, daß es in der westlichen Welt eigentlich kaum noch Menschen mit einer wirklich gesunden Verdauung und einer völlig intakten Darmflora u, Darmwand gibt. Verdauungsbeschwerden gibt. Ab einer individuell unterschiedlichen Menge an Gluten wird aber auch der stärkste Darm durch die vom Gluten ausgelösten Immunreaktionen löchrig!
Übermaß an Tiermilchprodukten (A1-beta-Casein → Casomorphin)
Das in Tiermilchprodukten enthaltene A1-beta-Casein führt ebenfalls zur erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand. Es wird dann selbst vermehrt ins Blut aufgenommen und gelangt als Casomorphin schließlich im Gehirn an Endorphirezeptoren, wo es uns zum einen ein wenig „high“ macht , uns dann aber in den Entzug rutschen läßt, wenn die Spiegel wieder sinken. Bei Kindern (und seit der Zulassung von Amphetaminen auf Kasse auch bei Erwachsenen) nennt man die psychische Symptomatik, die dadurch mitausgelöst wird fälschlicherweise „ADHS“.
zu viele Blutzuckerspitzen!
Wer oft Kohlenhydrate auf nüchtern Magen ißt (z.B. Müsli, Haferflocken, Hafermilch, Obst, Brot, Brötchen etc. zum Frühstück), der erzeugt heftige Blutzucker- u. Insulinspitzen im Blut. Der zu rasche Anstieg des Blutzuckers u. des Insulinspiegels durch Ernährungsfehler führt zur sog. Insulinresistenz der Zellen. Dies betrifft auch die Zellen der Darmschleimhaut. Energiemangel durch Störung der Mitochondrien in jeder Zelle, zu lange und zu starke Insulinwirkung, zu viel unverdaute Kohlenhydrate im Darm und schließlich eine deutlich gestörte Darmflora sind die Folgen und führen zur Lockerung des Zellzusammenhalts in der Darmwand und schließlich ihrer erhöhen Durchlässigkeit.
Dysbiose der Mundflora durch Paradontitis
Die Dysbiose der Mundflora durch Paradontitis mit vermehrter Besiedelung durch pathogene Keime, die die Darmbarriere nachweislich schädigen können (z.B. Pophyromonas gingivalis, Streptococcus salivarius) führt zur Verringerung von Tight-junction-Proteinen und vermehrter Bildung entzündungsauslösende Zytokine;
Darm-Histaminose
zuviel Histamin im Darm z.B. durch verminderte DAO-Aktivität (siehe Histaminose)
Belastung mit Bakterientoxinen
- z.B. Borrelientoxine nach Unterdrückung des Immunsystems durch Antibiotika, Kortison u.ä.
Hormonelle Ursachen
- z.B. Einnahme von Östrogenen, Gestagenen u.ä. zur Verhütung o. in den Wechseljahren
hinweisende Symptome
- ständig aufgeblähter Bauch
- Verstopfung oder Durchfall
- Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe
- Auftreten oder Verschlechterung der Symptome nach dem Essen
- zunehmende Unverträglichkeit vieler Nahrungsmittel
- Kopfschmerzen
- Depression
- Haarausfall
- Müdigkeit
- Leistungsabfall
mögliche Folgeerkrankungen & Risiken
- die meisten Autoimmunerkrankungen hängen ursächlich mit einem leaky-gut zusammen
- Allergien
- erhöhte Entzündungsneigung
- Erhöhung der Leberwerte, Fettleber
- Hauterkrankungen
- „Reizdarmsyndrom„
Diagnostik
Früherkennung
Anamnese
- Ein ständig geblähter Bauch ist beweisend für eine gestörte Darmflora (zu viele gasbildende Bakterien). Das Risiko für die Ausbildung eine Leaky-Gut ist hier hoch.
- bei allen Autoimmunerkrankungen und bei auffälliger Infektanfälligkeit sollte ein Leaky-Gut als (Mit)Ursache immer ausgeschlossen werden
Laboruntersuchungen
orientierend (Screeninguntersuchung)
Zonulin im Blut (je höher der Wert, desto ausgeprägter die Darmwanddurchlässigkeit)
Diese Untersuchung gehört nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und muß von Ihnen privat bezahlt werden!
beweisende Untersuchung
- Zonulin
- Alpha-1-Antitrypsin
- sIgA
Suche nach Erregertoxinen als Auslöser
Suche nach Resonanzpunkten oder -feldern auf die Nosode Borrelia D200! (Ohrpunkte, Leberfeld, sämtliche Bauchregionen, bei Frauen intravaginal!)
Diese Untersuchung gehört nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und muß von Ihnen privat bezahlt werden!
Therapie
Ganzheitsmedizinische Basisbehandlung
Orthomolekulare Medizin

Voraussetzung für eine Besserung oder Heilung ist es immer, dem Organismus das zu geben, was er zur normalen Funktion braucht. Das heißt, Mängel an Mikronährstoffen müssen alle erkannt und effektiv behoben werden. Dabei bedarf es einer Menge Fachwissen aus der Orthomolekularmedizin und zuverlässiger Laboruntersuchungen. Wenden Sie sich deshalb unbedingt an einen in diesen Dingen erfahrenen Therapeuten, der Ihre Mängel gezielt aufdecken und mit Ihnen einen individuellen Substitutionsplan erstellen kann.
Die blinde Einnahme irgendwelcher Nahrungsergänzungsmittel ohne genaue Kenntnis der eigenen Mängel und ohne fachliche Beratung ist nicht sinnvoll und kann in Einzelfällen sogar schaden!
Am häufigsten werden folgende Mängel in unterschiedlichem Ausmaß gefunden und bedürfen der individuell dosierten Substition:
Um Ihre individuellen Mikronährstoffmängel aufzudecken und eine effektive Substitutionstherapie einzuleiten bieten wir Ihnen unsere Ganzheitsmedizinische Untersuchung an.
Es gibt zahlreiche effektive Behandlungsmöglichkeiten für ein Leaky-Gut-Syndrom. Hier hat jeder Therapeut aufgrund seiner Erfahrungen sein eigenes Konzept. Der Markt wird überschwemmt mit Nahrungsergänzungsmitteln, die hier mal mehr, mal weniger hilfreich oder gar gefährlich sind. Da ist es schwer, den Überblick zu wahren und sich nicht von den oft völlig falschen Versprechen der Hersteller und Anbieter irreführen zu lassen. Deshalb empfehle ich dringend, ein Leaky-Gut weder von Google, einer KI oder einem selbsternannten Experten aus dem Internet behandeln zu lassen. Wenden Sie sich an einen erfahrenen Therapeuten, der das Leaky-Gut-Syndrom im Zusammenhang mit Ihrem gesamten Gesundheitszustand sieht und in diesem Rahmen erfolgreich ganzheitlich behandeln kann.
Beispielhaft zeige ich hier ein bewährtes Konzept, wie ich es häufiger empfehle:
1. Verminderung der entzüngsauslösenden Reize im Darm
Blutzuckerspitzen meiden!
Ob Ihre Ernährung bei Ihnen zu einer Glykämischen Hypervariabilität führt und wie Sie Ihre Blutzuckerkurve flach halten, besprechen wir im Rahmen Ihrer Ganzheitsmedizinischen Behandlung ausführlich.
Gluten- und Tiermilch-Karenz
Eine Anleitung und weitere Informationen zur Tiermilch- und Gluten-Karenz-Kur finden Sie unter → schreckmed.de – Ernährung
Myrrhinil intest®
⇒ 3x tgl. 4 Dragees über 2 Wochen
entzündungshemmen, bindet Toxine, bekämpft schädliche Darmkeime, schließt die tight junktions
2. Regeneration der Darmschleimhaut
Blutzuckerspitzen meiden!
Ob Ihre Ernährung bei Ihnen zu einer Glykämischen Hypervariabilität führt und wie Sie Ihre Blutzuckerkurve flach halten, besprechen wir im Rahmen Ihrer Ganzheitsmedizinischen Behandlung ausführlich.
Gluten- und Tiermilch-Karenz
Eine Anleitung und weitere Informationen zur Tiermilch- und Gluten-Karenz-Kur finden Sie unter → schreckmed.de – Ernährung
Unexym vital®
⇒ 3x tgl. 4 Dragees über 2 Wochen
entzündungshemmen, bindet Toxine, bekämpft schädliche Darmkeime, schließt die tight junktions
2. Regeneration der Darmschleimhaut
2. Regeneration der Darmschleimhaut
Unexym vital®
⇒ 3x tgl. 2 Dragees jeweils 15min vor dem Essen
Bezugsquelle: Apotheke
L-Glutamin
⇒ 3x tgl. 0,5 – 1,0 g
Gluten- und Tiermilch-Karenz
Eine Anleitung und weitere Informationen zur Tiermilch- und Gluten-Karenz-Kur finden Sie unter → schreckmed.de – Ernährung
3. Aufbau der Darmflora
Pro Em San®
⇒ 3x tgl. 10ml ca. 30min vor dem Essen (alternativ 1x tgl. 30ml)
Bezugsquelle: www.tisso.de
parallele Maßnahmen:
Störherdbehandlung
Entscheidend für einen Therapieerfolg ist die Beseitigung einer zu großen Belastung mit Borrelien oder Borellientoxinen (Rsonanztestung!) durch einen erfahrenen Therapeuten. Hierzu eignen sich Präparate aus der Ayurvedischen Medizin in Kombination mit LowLevelLaser-Behandlungen (Frequenz 3,34 Hz) über belasteten Regionen (über das Leberfeld, resonante Darmabschnitte über den Bauch, bei Frauen ggf. transvaginal).
Ohrakupunktur
- Laserakutpunktur (s.o)
- klassische Ohrnadel-Akupunktur
- Dauernadel-Akupunktur
- Templantate in resonante Punkte
Nach etwa 2-3 Wochen Durchführung der o.g. Basismaßnahmen kann eine Kontrollbestimmung des Zonulinwertes im Stuhl erfolgen. Sollte dieser noch nicht im Normbereich sein, so besprechen Sie mit Ihrem Therapeuten weitere Maßnahmen.
Weitere hilfreiche Maßnahmen
Nach Abschluß der Basismaßnahmen und Wiederherstellung einer gesunden Darmbarriere sollten folgende Maßnahmen beachtet werden, damit das Gleichgewicht im Darm nicht erhalten bleibt und sich nicht erneut ein leaky gut ausbildet:
- Bevorzugen Sie Backwaren aus „alten“ Getreidesorten wie Emmer, Dinkel, Urkorn u.a.. Kaufen Sie nur handwerklich hergestellte Backwaren aus dem Bioladen o. Reformhaus bzw. backen Sie Ihr Brot selbst.
- Nutzen Sie ggf. in Maßen glutenfreie Lebensmittel. (Vorsicht! Diese sind nicht immer gesund und enthalten häufig andere schädliche Stoffe.)
- Bevorzugen Sie Gewürze wie schwarzen o. grünen Pfeffer, Muskatnuß o. Lorbeer (diese reduzieren die Durchlässigkeit der Darmwand)
- Trinken Sie ca. 2 Liter Flüssigkeit möglichst gleichmäßig über den Tag verteilt (stilles Mineralwasser, ungesüßten Tee, schwarzen Kaffee in Maßen)
- Bevorzugen Sie echte, natürliche Lebensmittel (die keine „Liste der Inhaltsstoffe“ brauchen)
- Kaufen Sie Lebensmittel so frisch wie möglich
- Kochen Sie wann immer möglich selbst (evtl. für mehrere Tage vorkochen)
- Verzichten Sie auf jegliche industriell hergestellte Fertigbackwaren! Diese enthalten als Zusatzstoffe sog. „Antinährstoffe“ wie ATI oder Lektine, die schwelende Entzündungen an der Darmwand erzeugen, was diese erneut durchlässig macht.
- Meiden Sie Gewürze aus Nachtschattengewächsen wie Paprika, Chilli, Cayennepfeffer!
Mikrobiotik
Präbiotika
lösliche und fermentierte Ballaststoffe:
- Oligofruktose
- Inulin
- Flohsamen
- Lebensmittel aus gekeimter Gerste
- hydrolysiertes Guarkernmehl
- Haferkleie
- Maisstärke
- Isomalt
bewährte Präparate:
⇒ 2x tgl. 5g (= 1 gehäufter Teelöffel) in stillem Wasser, Saft o. Tee
Zunächst mit 1/2 Teelöffel tgl. beginnen, dann alle 2 Tage um 1/2 Teelöffel steigern bis 2x tgl. 1 Teelöffel.
Inhaltsstoffe: Guarkernmehl, Akazienfaser, Resistentes Dextrin, α-Gluco-Oligosaccharide, Calcium, Zink
Bezugsquelle: www.tisso.de
Probiotika
- Bifidobakterien
- butyratbildende Bakterien: z.B. aus der Ruminococcus-Familie
Phytotherapie
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Melisse
zB. Gastrovegetalin® Lösung ⇒ 3x tgl. 20 Trpf.
Urtinkturen
Ceres-Urtinktur Imperatoria (Meisterwurz)
Ceres-Urtinktur Imperatoria
⇒ 1-3 mal täglich 3-5 Tropfen vor oder nach den Mahlzeiten in wenig Wasser einnehmen
Bezugsquellen: Apotheken
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