Hautpilz

Ringelflechte

Lesen Sie auf dieser Seite...

equal

Synonyme

Tinea corporis, Dertmatomykose

definition

Definition

Ansteckende Pilzerkrankungen der Haut oder der Nägel durch verschiedene Pilzarten.

haeufigkeit

Häufigkeit

webicon-50x50-code-02

Klassifikation

ICD-10: B35.(Lokalisation)

webicon-50x50-deeplearn-06

Pathophysiologie

Dermatophyten wachsen meist bei 20-25°C, ernähren sich vom Keratin der Haut u. wachsen sehr langsam.

T. rubrum
  • häufigster Pilz-Erreger
  • Prävalenzvca. 1 Milliarde Infektionen weltweit
  • infiziert Füße, Nägel u. freie Haut
  • neuerdings Resistenz gegen Terbinafin
  • aus Japan
  • schwere eitrige Infektionen auf der Haut u. am behaarten Kopf
  • aus Asien, v.a. Thailand
  • wird überwiegend durch sexuelle Kontakte übertragen
  • hochansteckend durch Körperkontakt
  • oft auch Übertragung durch Utensilien in Friseur- u. Barbershops
  • Epidemien bei Kindern
  • stammt aus Südostasien
  • therapieresistente Tinea corporis
  • Resistenz gegen Terbinafin, die oft erst in der Genexpressionsanalyse festgestellt werden kann
  • Behandlung mit Itraconazol systemisch + Miconazolnitrat topisch

Quellen: Gregersen DM et al. JEADV Clin Practice 2025

  • einziger Dermatophyt, der bei bis 37° C u. damit auch in tieferen Hautschichten überlebt
  • Fieber, Lymphknotenschwellung
  • kann zu Narben auf Haut u. am behaarten Kopf führen
  • nach Kontakt mit Straßenkatzen aus Südeuropa
  • befällt Haut u. behaarten Kopf 
  • auch bei isoliertem Kopfbefall immer systemisch zu behandeln

Hefepilze

  • Candida albicans:
    • Windelsoor
    • chron. rez. Vulvo-Vaginal-Candidose
  • Malassezia furfur:
    • Pityriasis versicolor

Schimmelpilze

  • Scopulariopsis brevicaulis
    • Onychomykosen
Symptome

hinweisende Symptome

diagnostik

Diagnostik

Goldstandard ist die PCR, die aber von den Gesetzlichen Krankenkassen nicht gezahlt wird. 


ti100x90-Achtung-01Diese Untersuchung gehört nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und muß von Ihnen privat bezahlt werden!

  • 4-8 Wochen vor Probennahme alle topischen u. systemischen Antimykotika absetzen!
  • KEINE Desinfektion
  • Haarstümpfe epilieren, Hautschuppen abschaben o. Nägel mir Schere raspeln (auf Papier unter dem Fuß auffangen)
  • Candida: Abstrich mit Tupfer wie in Bakteriologie

Therapie

Westliche Leitlinentherapie (Schulmedizin)

In der Regel lokale plus (bei ausgedehnteren Befunden) systemische Therapie mit Antimykotika.

Systemische orale Therapie

Präparat Fluconazol Terbinafin Itraconazol
Wirkspektrum T. rubrum, T. tonsurans, C. albicans, M.furfur (T. rubrum), T. tonsurans, T. benhamiae, T, verrucosum T. rubrum, T. tonsurans, T. benhamiae, T. mentagrophytes Typ VII, T. verrucosum, C. albicans, M. furfur, S. brevicaulis
Dosis Erwachsene 150 mg 1x/Woche 250 mg 1x/Woche 200 mg 1x/Woche
Kinder 7-12 Jahre 100 mg 1x/Woche 125 mg 1x/Woche 100 mg 1x/Woche
Kinder < 7 Jahre 50 mg 1x/Woche - 50 mg 1x/Woche

Erhaltungstherapie (Einmaldosis pro Woche) bis zur klinischen Heilung u. Negativbefund in PCR o. Kultur.

Lokaltherapie

Lokalbehandlung

Cremes, Salben & Lotionen

  • z.B. Lamisil® Spray oder Creme (Karo Healthcare GmbH)
    ⇒ 1x tgl. betroffene Stellen großzügig laut Anleitung behandeln – mindestens über 7 Tage anwenden!
    (als Kosmetikprodukt zugelassen – keine Kassenleistung!)

Im Einzelfall ist gegen eine 7-tägige chemisch antimykotische Behandlung im Sinne der Schulmedizin nichts einzuwenden.
Sollte der Pilz jedoch nicht prompt ansprechen oder bereits zuvor mit Terbinafin behandelt worden sein oder sollten schwerwiegende andere Erkrankungen vorliegen, dann sollte die Behandlung nach Ganzheitsmedizinischen Kriterien und ursächlich erfolgen.
Die wiederholte Unterdrückung von Hauterkrankungen durch schulmedizinisch symptomatische Therapien kann im homöopathischen Sinne zu einer Krankheitsverschiebung nach innen und damit zu späteren schweren Folgeerkrankungen führen! 

Ganzheitsmedizinische Behandlungsmöglichkeiten

gegen Juckreiz
  • Das Probiotikum Pro EM san von Tisso (www.tisso.de) auf die betroffenen Partien auftragen!
Phytotherapie

Phytotherapie

Grapefruitkernextrakt hemmt zum einen das Pilzwachstum sehr effektiv, zum anderen vermindert es die Hauttalgbildung durch seine adstringierende Wirkung und verschlechtert dadurch auf natürliche Weise die Wachstumsbedingungen für den Pilz.

10 Trpf. Grapefruitkernextrakt 50% in 200ml Reinigungslotion oder Rosenwasser geben und damit die betroffenen Hautstellen 1-2x täglich großzügig behandeln.
Es kann bis zu einigen Wochen dauern, bis die letzten Hautflecken verschwunden sind, ist aber wesentlich schonender als die Behandlung mit chemischen Pilzmitteln.


Nicht in die Augen bringen!
Nicht höher konzentrieren
, da sonst die Haut austrocknet!

Bezugsquellen für Grapefruitkernextrakt finden Sie auf → schreckmed.de/bezugsquellen

Ozon

Ozon & H2O2

Ozon-Öl zum täglichen Betupfen betroffener Hautpartien

Ozon-Wasser zur täglichen Reinigung betroffener Hautpartien

H2O2 (3%) zur Hautbehandlung

Achtung 07Sowohl Ozon als auch Wasserstoffperoxid können in zu hoher Konzentration oder bei empfindlichen Menschen starke Haut- u. Schleimhautreizungen auslösen. Ozon kann bei Inhalation sogar tödlich wirken. – Experimentieren Sie nicht mit selbst hergestellten Lösungen und seien Sie vorsichtig bei Produkten aus dem Internet! Von der Nutzung frei verkäuflicher Ozongeneratoren rate ich dringend ab. Sie können damit sich selbst, andere u. Tiere im Haus stark gefährden!

Zu brauchbaren fertigen Produkten, die für Ihre Behandlung geeignet und ungefährlich sind, berate ich Sie gerne im Rahmen Ihrer Ganzheitsmedizinischen Behandlung.