„Histamin-Intoleranz“

Histamin-Intoleranz
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Definition

Ende 1980 erfundener Begriff, der „Reizdarmsyndrom“-Beschwerden mit dem Mangel des histaminabbauenden Enzyms DAO erklärt.

Eine Intoleranz gegen körpereigene Stoffe wie das Histamin kann es aber logischerweise nicht geben, da dies nicht mit dem Leben vereinbar wäre!

Sollte Deine Erkrankung tatsächlich mit einem Zuviel an Histamin zusammenhängen, so heißt sie „Histaminose“ und sollte von einem Therapeuten diagnostiziert und behandelt werden, der sich mit dem gesamten Histamin-Stoffwechsel auskennt und die Zusammenhänge ganzheitsmedizinisch betrachtet!

Siehe → Histaminose

Mit der vermeintlichen Diagnose "Histaminunverträglichkeit" o. "Histaminintoleranz" zusammenhängende Irrtümer:

„Histaminhaltige Lebensmittel müssen gemieden werden.“

Ein schwieriges Unterfangen! Die einzigen histaminfreien Lebensmittel sind:

  • Wasser
  • reines Pflanzenöl
  • raffiniertes Salz
  • raffinierter Zucker

Alle anderen Lebensmittel enthalten eine unterschiedlich große Menge Histamin!
Bei unbehandelter Histaminose oder Histamin-Abbaustörung kann die Reduktion der Histaminmenge im Darm durch Meiden sehr stark histaminfreisetzender Lebensmittel sicher als symptomatische Erstmaßnahme hilfreich und entlastend sein. Eine ursächliche Behandlung stellt dies allerdings nicht dar. Regelmäßig zeigt sich auch, daß der Versuch, immer mehr Lebensmittelmittel zu meiden, die „Intoleranz“ immer schneller und umfassender verstärkt. Ich habe Patienten, die auf diese Art nach einer gewissen Zeit eigentlich gar keine Lebensmittel mehr vertragen. Deshalb empfehle ich allen Kollegen dringend die Suche und Behandlung der tatsächlichen Krankheitsursachen, statt dem Problem nur aus dem Weg zu gehen, indem nach ominösen Tests Listen mit zu meidenden Lebensmitteln verteilt werden.