Konstitution

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Was ist Konstitution?

Konstitution bezeichnet zunächst die Summe aller angeborenen Stärken und Schwächen eines einzelnen Menschen in allen Bereichen und Ebenen seines Daseins. Damit wird gleichzeitig die Abweichung einzelner individueller Eigenschaften von einem gesunden, für den Einzelnen idealen Balancezustand beschrieben. Nach meiner persönlichen Auffassung sollte der Konstitutionsbegriff sowohl die Einheit aller Eigenschaften als auch ihre dynamische Wechselwirkung untereinander beinhalten. Diese Integrität und der Synergismus individueller Veranlagungen, Eigenschaften und Wesenszüge müssen immer auch Gegenstand jeglicher Konstitutionsdiagnostik und -behandlung sein.

Konstitutionsdiagnostik

Schulmedizin

Die Schulmedizin kennt lediglich eine genetische Veranlagung in Form von „Erbkrankheiten“ oder der Vererbung von Krankheitsrisiken bei Erkrankungen, die familiär gehäuft auftreten (z.B. Depression, bestimmte Krebsarten oder Allergien). Diagnostische Möglichkeiten bietet hier die genaue Familienanamnese oder genetische Untersuchungen beim Humangenetiker.

Ansonsten bezieht sich der schulmedizinische Konstitutionsbegriff auf körperliche und psychologische Kategoriesierungen, die Menschen meist ohne weitere Konsequenz einzelnen Begrifflichkeiten zuordnen. Andere Aspekte des Menschen bleiben unberücksichtigt bzw. unbekannt.

Ganzheitsmedizin

In allen anderen Medizinkulturen gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Feststellung der Grundverfassung eines Menschen:

  • TCM (Die Chinesische Medizin berücksichtigt immer die Konstitution in der Diagnosestellung, speziell läßt sich über die 5-Elemente-Lehre ein Eindruck der Grundveranlagung gewinnen.)
  • Ayurveda (auch hier ist die Kosntitution integraler Bestandteil von Diagnostik und Behandlung.)
  • Aurikulomedizin (Störherddiagnostik, Traumadiagnostik etc.)
  • Hypnoseverfahren
  • Iridologie (Irisdiagnostik)

Konstitutionsbehandlung

Konstitutionsbehandlung heißt vorhandene Stärken nutzen und bestehende Schwächen ausgleichen. Auf diese Weise kommt man in ein natürliches Gleichgewicht sowohl im Fühlen, Denken und Handel als auch im Hinblick auf gesundheitliche Risiken. Eine individuell konstitutionsgerechte Lebensweise ist die beste gesundheitsbezogene Präventivmaßnahme überhaupt.

Während die Schulmedizin außer der recht inhaltslosen Begrifflichkeit der „Resilienz“ hier noch keine wirklich hilfreichen Erkenntnisse verzeichnet, spielen die Erkennung und die Ausrichtung von Lebensweise und Krankheitsbehandlung an der individuellen Konstitution eine grundlegende Rolle.

Es lohnt sich also, die eigene Kosntitution zu ergründen und seine Lebensweise an so zu individualisieren, daß sich möglichst alle Bereiche in einem gesunden Gleichgewicht befinden. Den Erfolg kann man an seiner Zufriedenheit und seiner Gesundheit ablesen. Wieviel jeder von uns dafür tun muß hängt von seiner angeborenen Konstitution ab und davon, wie weit er sich in seiner Lebensweise bisher davon entfernt hat. – Ab einem Lebensalter von ca. 120 Jahren weiß man, daß man alles richtig gemacht hat.

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