ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Synfrom)

ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Synfrom)

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Definition

Nach aktuellen Erkenntnissen handelt es sich bei der echten ADHS um eine neurobiologische Störung auf dem Boden einer reduzierten dopaminabhängigen Signalübertragung im sog. präfrontalen Kortex des Stirnhirns. Diese Hirnregion steuert u.a. die Aufmerksamkeit und die Impulskontrolle. Lokal finden sich hier oft niedrige Dopaminspiegel und häufig eine reduzierte Dichte bestimmter Dopaminrezeptoren (DAT1).

Es handelt sich dabei zunächst um eine erbliche Normvariante (Neurodivergenz), die erst einmal keinen Krankheitswert hat!
Erst, wenn es in Beruf und/oder im Privatleben durch die Symptome der ADHS zu Schwierigkeiten kommt, oder aber Begleiterkrankungen der ADHS auftreten, besteht ein Therapiebedarf.

Ich erachte es für wichtig, Menschen und gerade Kinder mit vielleicht für die Gesellschaft unbequemen Charaktereigenschaften, nicht durch den voreiligen Diagnosestempel „ADHS“ zu stigmatisieren. Umgekehrt sollte die in manchen sozialen Medien teilweise sehr verzerrt dargestellte „Modediagnose ADHS“ nicht zum Freibrief für Regelmißachtungen oder den Anspruch auf besondere medizinische und sozialstaatliche Versorgung werden.

Ich halte es darüber hinaus für sehr unfair gegenüber den wirklich von der neurobiologischen Störung Betroffenen, wenn Pädagogen und Eltern die Verdachtsdiagnose ADHS für unbequeme Charakterzüge von Kindern und Jugendlichen mißbrauchen.

Der massive Druck der Pharmaindustrie und die leichtfertige Verordnung von Amphetaminen  und anderen Psychopharmaka durch zur ADHS-Behandlung nicht qualifizierte Ärzte richtet derzeit großen Schaden bei der psychischen und sozialen Entwicklung vieler Kinder, Jugendlicher und mittlerweile auch bei vielen Erwachsenen an!

Merkmale / Befunde

Störung der dopaminergen Signalübertragung im präfrontalen Kortex
  • verzögerte Reifung des präfrontalen Kortex
  • verminderte Dopaminkonzentrationen im präfrontalen Kortex
  • verminderte Dichte an DAT1-Dopaminrezeptoren

Der präfrontale Kortex steuert Exekutivfunktionen wie Planung, Konzentration, Entscheidungsfindung und Impulskontrolle. Seine verminderte Aktivität führt zu Störungen bei der
→ Aufrechterhaltung der Konzentration
→ Impulskontrolle
→ Motivation v.a. für monotone o. nicht direkt belohnte Aufgaben

häufige Verhaltensmuster / Symptome

motorische Unruhe
  • Schwierigkeiten, still zu sitzen
  • ständiges Zappeln
  • Unterbrechen von Gesprächen
  • aufbrausende, unangemessene emotionale Reaktionen

Ursächlich ist am ehesten eine verzögerte Reifung des präfrontalen Kortex mit lokal verminderter Dopaminausschüttung, was zu einer reduzierten Hemmung impulsiver Reaktionen führt.

  • häufiges Tagträumen
  • leichtes Abschweifen vom Thema
  • rascher Wechsel der Tätigkeiten und Aufgaben

Die reduzierte Aktivität im präfrontalen Kortex und im Belohnungssystem führt zu Problemen, sich auf nicht unmittelbar belohnende Aufgaben zu konzentrieren.

  • Kurzfristig belohnte Verhaltensweisen werden gegenüber langfristigen Aufgaben bevorzugt.
  • Aufschieben unangenehmer Aufgaben auch unter Inkaufnahme von Nachteilen

Ursachen

voreilige Fehldiagnose

Eine voreilige Fehldiagnose durch nicht ausreichend erfahrene Ärzte oder gar durch Laien ist die häufigste Ursache dafür, daß Menschen glauben, an ADHS zu leiden.

  • Die Wahrscheinlichkeit für Kinder ADHS zu haben, wenn auch ein Elternteil betroffen ist, liegt bei 20-30 %.
  • Haben beide Eltern ausgeprägt ADHS, so liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die leiblichen Kinder ADHS entwickeln, bei fast 90%.

Risikofaktoren

Was bei entsprechender Veranlagung, die Symptome und den Umgang damit verschlechtern kann:

  • Stigmatisierung und Erwartungshaltung durch Medieneinfluß (v.a. Fehlinformationen in sozialen Medien, durch in diesem Bereich schlecht ausgebildete Ärzte u. Therapeuten und durch zahlreiche selbsternannte „Experten“)
  • Übererregung des Parasympathischen Teils des vegetativen Nervensystems
  • oft gravierender Mangel an den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA
  • Vitamin-D-Mangel
  • zu große Zufuhr an Gluten, Tiermilchprodukten und schnell resorbierbaren Kohlenhydraten
  • (nächtliche) Mundatmung → Kraniofaziale Dystrophie (KD)
  • Autismus-Spektrum-Störung (ASS) als Grunderkrankung (30-80% der Menschen mit mit ASS zeigen auch ADHS-Symptome!)

Diagnostik

Es gibt derzeit keine schulmedizinischen Untersuchungen, die ADHS an Hand von Laborwerten oder bildgebenden Verfahren eindeutig belegen können.

Die Diagnose wird in fachpsychiatrischen spezialisierten Zentren durch Erhebung von Eigen- und Fremdanamnese, klinischen Eindruck und anhand psychometrischer Tests gestellt. Hausärzte oder in der Neurodivergenz-Diagnostik nicht erfahrene Fachärzte müssen zur Diagnosestellung an solch ein Zentrum überweisen!

Wir empfehlen nach Diagnosestellung dringend

  • …eine umfassende und fachgerechte Analyse aller Mikronährstoffmängel!
  • …immer auch an eine Lateralitätsinstabilität zu denken und diese auszutesten!

Behandlungsmöglichkeiten

Behandlungs-möglichkeiten

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Basismaßnahmen

ausreichende und fachgerechte Substitution aller Mikronährstoffmängel!

Mikronährstoffmängel sind eine häufige Mitursache der Erkrankung und müssen fachgerecht diagnostiziert und substituiert werden! (Siehe unten)

Selbsthilfegruppen und Foren nutzen

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Ernährungsumstellung

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Begleitung durch Therapeuten

Während die Diagnose nur durch ein entsprechendes Fachzentrum gestellt und gesichert werden sollte, ist für die weitere therapeutische Begleitung eine Fachärztin oder ein Facharzt der Psychiatrie nicht immer notwendig und auch nicht immer ideal, da diese oft nur eine medikamentöse Therapie kennen und leider auch nicht immer die pathophysiologischen Zusammenhänge der Erkrankung kennen. 
Heilpraktiker für Psychotherapie oder andere Therapeuten mit entsprechender Erfahrung sind hier oft deutlich hilfreicher. Wichtig erscheint mir auch die Begleitung durch eine Psychotherapie, die einen unterstützt, auch wenn sie laut Studien selbst zur Heilung  beitragen kann. Zudem gibt es kaum eine echte ADHS-Erkrankung ohne psychische Begleiterkrankungen wie z.B. Depressive Störungen, die auf jeden Fall einer psychotherapeutischen Behandlung bedürfen.

Ganzheitsmedizinisches Behandlungskonzept

Ein ganzheitliches Behandlungskonzept – v.a. mit energetisch ausgleichenden Verfahren wie sie im Folgenden aufgeführt sind – ist in der Regel der Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung eines ADHS. Ziel hierbei ist es, wieder soweit ins Gleichgewicht zu kommen, das ein unbeschwertes Alltagsleben und eine vollumfängliche Teilhabe im Sozialen und im Beruf möglich sind.

Schulmedizinische Möglichkeiten

Neurofeedback

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Orthomolekulare Medizin

Voraussetzung für eine Besserung oder Heilung ist es immer, dem Organismus das zu geben, was er zur normalen Funktion braucht. Das heißt, Mängel an Mikronährstoffen müssen alle erkannt und effektiv behoben werden. Dabei bedarf es einer Menge Fachwissen aus der Orthomolekularmedizin und zuverlässiger Laboruntersuchungen. Wenden Sie sich deshalb unbedingt an einen in diesen Dingen erfahrenen Therapeuten, der Ihre Mängel gezielt aufdecken und mit Ihnen einen individuellen Substitutionsplan erstellen kann.

Die blinde Einnahme irgendwelcher Nahrungsergänzungsmittel ohne genaue Kenntnis der eigenen Mängel und ohne fachliche Beratung ist nicht sinnvoll und kann in Einzelfällen sogar schaden!

Mikronährstoffe

Bewährte Kombinationspräparate

CONCENTRALIN Junior®

⇒  täglich mit 2 x 1 Kapsel unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit Inhaltsstoffe: Gamma-Aminosäurebutter (GABA), Withania Somnifera (Ashwaganda), Piridoxinhydrochlorid (Vitamin B6), Eisen(II)gluconat, L-Glutamin, L-Theanin, Vitamin D3, Zinkcitrat, Phosphatidylcholin, Phosphatidyl serin, Überzugsmittel: Hydroxy propylmethylcellulose (Kapselhülle) besser: Bestimmung des Magnesiumwertes im Vollblut und bedarfsgerechte Substitution durch einen erfahrenen Therapeuten!

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Chinesische Medizin / TCM

Akupunktur (Zen Fa)

Nur beim in der ADHS-Behandlung erfahrenen TCM-Therapeuten!
Wichtige Punkte: Ni01

Qigong Massage

Atmen

Nasenatmung (jegliche Mundatmung vermeiden)

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Blüten-Essenzen

Australische Buschblüten Essenzen

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Phytotherapie

Safran In verschiedenen Studien war die Wirkung von Safran in Dosierungen ab 30mg Trockenextrakt der des jeweils schulmedizinisch verwendeten Stimulantien (z.B. Methylphenidat) ebenbürtig, allerdings ohne deren Risiken und Nebenwirkungen. z.B.: Cefasafra® Kapseln (enthält Vit.B5 + B12) ⇒ 2x tgl. 1 Kps. oder: SAFRAN EXTRAKT KAPSELN von Sunday Naturals ⇒ Erwachsene 1. Woche: tgl. 4 Kps., dann 2x tgl. 1 Kps. (Kinder mit einem Gewicht unter 30kg benötigen eine geringere Dosis – bitte nur durch einen erfahrenen Therapeuten behandeln lassen!)

Quellen: Chrubasik-Hausmann S. Z Phytother 2024; 45: 10-14; doi: 10.1055/a-2132-4984

z.B. Phytoform® Ashwagandha 500+ ⇒ 1 Kps. tgl. zum Essen® Kapseln ⇒ 2x tgl. 1 Kps.


Quellen: 

z.B. Lasea® Weichkapseln ⇒ 2x tgl. 1 Kps.


Quellen: 

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Urtinkturen

  • CERES® Daucus comp. (Wilde-Möhren-Komplex) ⇒ 2x tgl. 3 Trpf.
lavender

Aromatherapie

Ätherische Öle

  • Vanille

Hydrolate

  • 2 Eßlöffel Bio-Melissenhydrolat in einer Flasche mit 1 Liter Wasser mischen ⇒ über den Tag verteilt trinken (jeweils vorher gut schütteln). Anwendung über mehrere Wochen.

Schüßler-Salze

⇒ 3x tgl. 2 Tbl. mit Abstand zum Essen im Mund zergehen lassen


siehe auch → Zinkum chloratum auf wirkungen.info

Hilfreiche Adressen & Links

Netzwerke / Foren

Literatur

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Quellenangaben

Gudbrandsdottir RK, Sigurdsson E, Albertsson ÞI, Jonsdottir H, Ingimarsson O. Risk of hospitalisation for first-onset psychosis or mania within a year of ADHD medication initiation in adults with ADHD. BMJ Ment Health. 2025 Apr 12;28(1):e301521. doi: 10.1136/bmjment-2024-301521. PMID: 40221142; PMCID: PMC11997813.
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