Migräne

Migräne

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Definition

In mehreren Phasen ablaufende Attacken meist einseitige mittel- bis sehr starke Kopfschmerzen begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Licht-, Lärm- o. Geruchsempfindlichkeit. Oft zeigt sich eine deutliche Verschlechterung bei körperlicher Anstrengung, so daß insgesamt ein starkes Rückzugsbedürfnis entsteht.

haeufigkeit

Häufigkeit

  • Ca. 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Migräne.
  • Häufigste neurologische Erkrankung in den westlichen Ländern.
  • Prävalenz in Europa: Frauen 17,6%, Männer 8%
Bedeutung

(Be)Deutung

  • Marsprinzip
    Nach Dahlke ist eine typische Migräne Ausdruck von zu Kopf gestiegener Sexualenergie, die im Becken bekämpft wurde und keinen Raum gefunden hat.
  • Einseitige Lebensführung
  • Migräne hat etwas mit Rhythmus zu tun. Die Attacken zeigen als starkes wiederkehrendes Alarmsignal, daß etwas aus dem Rhythmus gekommen ist. Es lohnt sich daher immer, zu schauen, ob mit den Biorhythmen, den eigenen hormonellen und den strukturellen Rhythmen der Umgebung alles im Gleichgewicht ist! Rhythmisierende und frequenzbasierte Behandlungsansätze haben oft einen sehr gute Einfluß auf den Krankheitsverlauf.
  • Sich dem Fluß des Lebens entgegenstellen
  • Verschiebung sexueller Probleme (Blockade des Sakralchakras (Swadhisthana))
Symptome

Ablauf / Symptome

Prodromalphase

Ca. 24-48 Stunden vor Beginn des Kopfschmerzen treten häufig sog. Prodromalsymptome als Vorboten einer drohenden Kopfschmerzattacke auf:

  • vermehrte Reizbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Müdigkeit
  • vermehrtes Gähnen
  • Heißhunger, Süßhunger (Schokolade!)

Aura (15-20%)

Dauer: 5 bis 60 Minuten

  • visuelle Aura (ca. 20%): Flimmerskotome
  • halbseitig sensomotorisch: Kribbelparästhesien
  • motorische Ausfälle (selten)

Kopfschmerzphase

Dauer unbehandelt: 4 bis 72 Stunden

Postdromalphase / postiktal

Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen
Dauer unbehandelt: 24 bis 48 Stunden

Symptome

Verlaufsformen

Episodische Migräne (EM)

Die Symptomatik tritt an bis zu 14 Tagen im Monat auf.

Chronische Migräne (CM)

Über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten treten Symptome an über 15 Tagen pro Monat auf.
Die chronische entwickelt sich meist über die Zeit aus der episodischen Verlaufsform. Risikofaktoren hierfür sind:

  • hohe Frequenz der Attacken
  • weibliches Geschlecht
  • begleitende Depression
  • begleitende Angststörung
  • andere chronische Schmerzerkrankungen
  • Übergebrauch der Akutmedikation (häufiger als 10-15 Tage pro Monat über 3 Monate)

Rein menstruelle Migräne

Die Migräneattacken finden ausschließlich im zeitlichen Zusammenhang mit der Menstruation auf (im Zeitraum von 2 Tage vor Blutungsbeginn bis 3 Tage nach Blutungsende) in mindestens 2 von 3 Menstruationszyklen. (ICHD-3 Definition)

Menstruationsassoziierte Migräne

Migräneattacken kommen auch unabhängig von Menstruation vor. Fallen sie aber in die Menstruation, so verstärkt sich die Symptomatik. 
Wahrscheinlich wirkt der Östrogenabfall symptomverstärkend.

Akuttherapie: Naratriptan 2,5mg oder Triptan + Naproxen
Kurzzeitprophylaxe: Naproxen 2x 500mg tgl. oder Naratriptan 1-2x tgl. 2,5mg beginnend 2 Tage vor der Menstruation über 5-6 Tage.

Ursachen

Ursachen & begünstigende Faktoren

Die genauen Ursachen und Abläufe sind der Schulmedizin noch unbekannt. Ein entscheidender Pathomechanismus ist wohl die Aktivierung des trigemino-vaskulären Systems mit Freisetzung verschiedener Neuropeptide. Auch eine Aktivierung des Hypothalamus scheint für die Pro- u. Postdromalphase ursächlich zu sein.

Weitere Forschungsergebnisse deuten auf eine zugrundeliegende Störung im Komplex I der mitochondrialen Atmungskette hin. In diesem Sinne würde es sich bei Migräne um eine Mitochondriopathie handeln.

→ siehe Vitamin-D-Mangel

→ siehe Hyperinsulinämie

→ siehe Melatoninmangel

FDOK = fettig-degenerative Osteonekrosen der Kieferknochenspongiosa produzieren große Mengen entzündungsfördernder Eiweiße (sog. RANTES/CCL5)

→ siehe Pyrrolurie

Unter Hormonersatztherapie in den Wechseljahren tritt Migräne vermehrt neu oder erneut auf.

  • Hormonersatzpräparate (s.o.)

häufige Trigger für Migräneattacken

  • Streß
  • Wetterumschwung (hohe Temperaturen, niedrigere Luftdruckwerte)
  • Luftverschmutzung (PM10-Konzentration, Feinstaub, Stickstoffdioxid, Ozon)
diagnostik

Diagnostik

A

Mindestens 5 Attacken, die die Kriterien B-D erfüllen

B

Kopfschmerattacken, die (unbehandelt oder erfolglos behandel) 4-72 Std. anhalten

C

Der Kopfschmerz weist mindestens 2 der folgenden Charakteristika auf:
  • einseitig (60%)
  • pulsierend
  • mittlere oder starke Schmerzintensität
  • Verstärkung durch körperliche Routineaktivitäten (Treppesteigen, schnelles Gehen etc.)

D

Während des Kopfschmerzes kommt es zu: Übelkeit und/oder Erbrechen und/oder Licht- oder Lärmempfindichkeit

E

Die Symptome können nicht besser durch eine andere Erkrankung erklärt werden.

Zur richtigen Diagnosestellung und Einleitung einer effektiven Behandlung sind genauere Angaben über die Schmerzhäufigkeit wichtig, aber nicht immer exakt erinnerlich. Hier ist das zeitweise Führen eines Schmerkalenders oder -tagebuches oft sehr hilfreich.

Laboruntersuchungen

 


ti100x90-Achtung-01Diese Untersuchung gehört nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und muß von Ihnen privat bezahlt werden!

TCM-Diagnostik

  • TCM-Anamnese, Puls- u. Zungendiagnostik durch erfahrenen TCM-Therapeuten

Therapie

Westliche Leitlinentherapie (Schulmedizin)

Medikamente helfen bei Migräne nur in etwa 60% der Fälle.

Ganzheitsmedizinische Behandlungsmöglichkeiten

MedKoffer 1

Basismaßnahmen

  • regelmäßige Schlafzeiten möglichst nahe am natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus
  • Schlafrituale

v.a. keine späten Mahlzeiten

  • regelmäßige Bewegung im Freien
  • Ausdauersport in vernünftigem Umfang
  • Tägliche 30 Minuten mit weichen Absätzen auf weichem Untergrund flot gehen (verbessert die Sauerstoffversorgung u.a. der Halsmuskulatur)
  • Tiefenentspannung (Hypnose)
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung
  • etc.
  • regelmäßige Strukturen
  • vernünftige work-life-balance
  • ggf. Anti-Streß-Coaching
Orthomol

Orthomolekulare Medizin

Voraussetzung für eine Besserung oder Heilung ist es immer, dem Organismus das zu geben, was er zur normalen Funktion braucht. Das heißt, Mängel an Mikronährstoffen müssen alle erkannt und effektiv behoben werden. Dabei bedarf es einer Menge Fachwissen aus der Orthomolekularmedizin und zuverlässiger Laboruntersuchungen. Wenden Sie sich deshalb unbedingt an einen in diesen Dingen erfahrenen Therapeuten, der Ihre Mängel gezielt aufdecken und mit Ihnen einen individuellen Substitutionsplan erstellen kann.

Die blinde Einnahme irgendwelcher Nahrungsergänzungsmittel ohne genaue Kenntnis der eigenen Mängel und ohne fachliche Beratung ist nicht sinnvoll und kann in Einzelfällen sogar schaden!

Am häufigsten werden folgende Mängel in unterschiedlichem Ausmaß gefunden und bedürfen der individuell dosierten Substition:

Riboflavin ⇒ 3x tgl. 400 mg oral


Quellen: Schoenen J, Jacquy J, Lenaerts M. Effectiveness of high-dose riboflavin in migraine prophylaxis. A randomized controlled trial. Neurology. 1998 Feb;50(2):466-70. doi: 10.1212/wnl.50.2.466. PMID: 9484373.

Q10-Supplementierung konnte in Studien die Häufigkeit und Dauer von Migräneattacken signifikant reduzieren. [DOI: 10.1136/bmjopen-2020-039358]

Die Dosis sollte mit dem Therapeuten anhand des gemessenen Blutspiegels festgelegt werden.
Bei Komplex-1-Defekten sollte ausschließlich Ubichinol am besten in liposomaler flüssiger Form eingenommen werden. Ubichinon kann bei Störungen im Komplex I nicht ausreichend reduziert werden und zeigt oft keinen Effekt.
Entsprechende Cofaktoren sollten ergänzt werden.

Niacinamid ⇒ 4x tgl. bis 1000 mg oral


Quellen: Majamaa et al., 1997

Magnesium 200-450 mg tgl. als Magnesiumcitrat, -malat, -bisglycinat oder -taurat
z.B. Magnesioform® 150 basisch-organisch ⇒ 3 x tgl. 1 Kps.

Magnesium und Zink immer getrennt mit einem Abstand von 1-2 Stunden einnehmen!

Die Stoffe verbinden sich sonst im Darm zu einem Komplex, der nicht ins Blut aufgenommen werden kann.

bewährte Präparate zur Behandlung der mitochondrialen Komplex-1-Störung:

Ubiqinol (Q10), Riboflavin (Vit.B2), Niacinamid (Vit.B3)

GMUUm Ihre individuellen Mikronährstoffmängel aufzudecken und eine effektive Substitutionstherapie einzuleiten bieten wir Ihnen unsere Ganzheitsmedizinische Untersuchung an.

Akupunkturserie z.B.: 1x wöchentlich à 45 Minuten über 12 Wochen

Häufig finden sich über spezielle Testpunkte am Ohr Einflüsse von versteckten Entzündungsherden, durch Operations- oder Verletzungsnarben, durch Pearcings oder Tätowierungen, aber auch durch psychische Traumata und negative Überzeugungen, die den Organismus belasten und eine energetische Therapie oft stören oder gar verhindern.
Diese sog. Störherde sollten vor jeder weiteren Diagnostik und Therapie (wenn immer möglich ursächlich) behandelt werden.

nur durch erfahrenen Therapeuten!

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Häufig aktive Ohrpunkte

  • Kopfschmerz mit Schwindel → Sonne (Tai Yang, 35) in Gold
  • Kopfschmerz nach Alkoholgenuß → Dach (Scheitel, 36)
TCM

TCM (中醫學)
Traditionelle Chinesische Medizin

→ Stärkung von Nieren- und Blasenmeridian

Akupunkturserie z.B.: 1x wöchentlich à 45 Minuten über 12 Wochen durch erfahrenen Therapeuten.

Häufig angewendete Akupunkturpunkte:

  • Di-04
  • Le-03

 

Anleitung im Rahmen Ihrer Ganzheitsmedizinischen Behandlung.

  • 18, 68, 73

Nur durch erfahrenen Therapeuten!

Nur durch erfahrenen Therapeuten!

Anleitung im Rahmen Ihrer Ganzheitsmedizinischen Behandlung.

Belamcanda 15 (Qingfei huatan pian)

  • Bei Leber-Yin-Schwäche, Nieren-Yin-Schwäche, Jing-Mangel.
  • NICHT bei Fülle-Hitze o. Feuchtigkeitssyndromen!
  • NICHT bei Einnahme von Blutverdünnern (Marcumar etc.)!

nur bei Leber-Qi-Stagnation; nicht bei Leere-Mustern!; schnell einsetzende antidepressive Wirkung

Dang Gui Shao Yao San (Angelica & Peony Formula)

Inhaltsstoffe: Dang Gui (Chinesische Angelikawurzel), Bai Shao (Weiße Pfingstrose), Fu Ling (Poria), Bai Zhu (Großköpfiges Speerkraut), Ze Xie (Froschlöffel) und Chuan Xiong (Liebstöckelwurzel)

⇒ Einnahme nach Angaben des Therapeuten


Quellen:
[1] Fu X, Peng D, Yu Y, Cao M, Zheng X, Wu S. Metabolite and gut microbiota co-biomarkers in Danggui Shaoyao San: insights into a shared therapeutic approach. Front Pharmacol. 2026 Jan 12;16:1698734. doi: 10.3389/fphar.2025.1698734. PMID: 41601981; PMCID: PMC12833331.

achtungNur durch erfahrenen Therapeuten!
Keine Importware!

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TJM

Traditionelle japanische Medizin (TJM)

Goreisan

Goreisan 3x tgl.

  • Goshuyuto Extrakt 3x tgl.

Ayurveda

Gewürze
Phytotherapie

Phytotherapie

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Ingwer reduziert Migränekopfschmerz genauso effektiv wie Sumatriptan!


Quellen: Maghbooli, M., Golipour, F., Moghimi Esfandabadi, A. and Yousefi, M. (2014), Comparison Between the Efficacy of Ginger and Sumatriptan in the Ablative Treatment of the Common Migraine. Phytother. Res., 28: 412-415. https://doi.org/10.1002/ptr.4996

→ 

homeopathy

Homöopathie

Sie sollten Einzelmittel auf eigene Faust nur als Akutmittel in niedriger Potenz zur Linderung Ihrer Beschwerden versuchen.
Gerade chronische Erkrankungen bedürfen einer Konstitutionsbehandlung und der genauen Kenntnis des zugrundeliegenden Miasmas. Die Mittelfindung ist nicht einfach und bedarf einer ausgiebigen Anamnese und Testung (Zeitaufwand oft 1-2 Stunden) und vor allem großer Erfahrung. Wenden Sie sich daher unbedingt an einen in klassischer Homöopathie sehr erfahrenen Therapeuten!

häufig angewendete Einzelmittel

Schuesslersalze

Schuesslersalze

bei beginnender Migräneattacke im Anfangsstadium als „heiße Sieben„: Ca. 200ml Leitungswasser eine Minuten sprudelnd kochen lassen, 10 Tabletten Schüßlersalz Nr.7 darin lösen und abkühlen lassen. Noch heiß schluckweise trinken. Dabei jeden Schluck möglichst lange im Mund behalten. Das Magnesium phosphoricum wird so rasch über die Mundschleimhaut aufgenommen.


siehe auch → Schüßlersalz Nr.7 (Magnesium phosphoricum) auf wirkungen.info

Aromatherapie

Aromatherapie / Ätherische Medizin

Ätherische Öle

Ätherische Anwendungen

Aroma-TCM

als Aromaakupressur zur Selbstanwendung o. beim Therapeuten als Aromaakupunktur:

achtungVORSICHT: Bei der Anwendung Ätherischer Öle kann es zu Unverträglichkeitsreaktionen oder zu allergischen Reaktionen kommen. Sollten Sie mit dem betreffenden Öl noch nie oder höchstens einmal im Leben in Kontakt gekommen sein, so testen Sie zunächst einen Tropfen des (am besten mit einem neutralen Öl verdünnten) entsprechenden Ätherischen Öls durch Einmassieren in die Ellenbeuge.

Vermeiden Sie unbedigt Blutzuckerspitzen!

Eine nachgewiesener Insulinresistenz muß auf jeden Fall behandelt werden. Aber auch bei normalem HOMA-Index sollte auf eine entsprechende Ernährungsweise geachtet werden, um die Entwicklung einer Insulinresistenz von vorn herein zu vermeiden.

Themen bearbeiten

Die angestaute sich so schmerzhaft entladende Spannung in den Unterleib umleiten und sich dort schmerzfrei und mit Wonne entladen lassen.

Tatsächlich konnte in Studien die (von Vielen im Geheimen bereits gemachte) Erfahrung bestätigt werden, daß durch Masturbation herbeigerufene Orgasmen einen Migräneanfall beenden können.

[https://doi.org/10.1177/0333102413476374]

Langzeit

Vorbeugung (Langzeitprophylaxe)

Indikationen zur Langzeitprophylaxe sind:

  • über 3 Migränetage pro Monat mit Beeinträchtigung der Lebensqualität
  • Dauer der Migräneattacken über 72 Std.
  • komplizierte Migräneattacken mit ausgeprägten o. langanhaltender Aura
  • unzureichendes Ansprechen o. Nebenwirkungen der Akutmedikation
  • zunehmende Attackenhäufigkeit
  • Gefahr des Medikamentenübergebrauchs der Akutmedikation

Phytotherapie

Chrysanthemum parthenium

Nemagran® (Chrysanthenum parthenium ex herba sicc. Ø)
⇒ 1x tgl. 40 Trpf. vormittags;
nach 12 Wochen je zwei Wochen Pause!
Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit!

Fachärzte & Kliniken

Quellen

  • Sazali S, Badrin S, Norhayati MN, Idris NS. Coenzyme Q10 supplementation for prophylaxis in adult patients with migraine-a meta-analysis. BMJ Open. 2021 Jan 5;11(1):e039358. doi: 10.1136/bmjopen-2020-039358. PMID: 33402403; PMCID: PMC7786797.
  • MMW Fortschr Med. 2023; 165 (17)
Migraene

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