Depression

Depression

Symptome

  • tendenziell erhöhte Körpertemperatur im Wachzustand *

Ursachen

Nach pharmaunabhängigen Untersuchungen ist die u.g. Serotoninmangel-Hypothese als ursächlicher Mechanismus der Depressionsentstehung kritisch zu hinterfragen. Bezüglich der Wirkung von Serotoninwiederaufnahmehemmern wurden die von der Pharmaindustrie propagierten Wirkmechanismen endgültig widerlegt. Genau genommen ist das Wissen über Entstehung der Depression und die Wirkweise der medikamentösen Therapie sehr gering und in keinster Weise wirklich wissenschaftlich erklärt.

Bisher wurde angenommen, bei einer Depressionen liege ein relativer oder absoluter Mangel des Überträgerstoffes Serotonin an den Nervenverbindungen (Synapsen) in bestimmten Hirnregionen zugrunde. Hierzu kann eine genetische Disposition vorliegen. Die klinische und praktische Empirik zeigt, daß zahlreiche Ursachen können zur Manifestation einer depressiven Symptomatik führen:

Mögliche auslösende / erhaltende Ursachen

Für folgende Mikronährstoffe ist ein Mangel als mögliche Depressionsursache bisher in Studien nachgewiesen:

  • Selen
  • Magnesium
  • Vitamin D3
  • Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA)

Die mittel- o. längerfristige Einnahme zahlreicher in der Schulmedizin oft bedenkenlos eingesetzter Medikamente ist nicht selten Auslöser depressiver Episoden. Obwohl viele dieser Zusammenhänge wissenschaftlich und in Studien eindeutig belegt sind, findet dieses Risiko im Praxisalltag kaum Beachtung. Folgende Stoffgruppen sind zunehmend häufig die Hauptursache für Entwicklung einer Depressiven Erkrankung:

  • Hormonpräparate:
    • Hormonpräparate zur Verhütung („Pille„)
    • Hormonersatzpräparate gegen Wechseljahresbeschwerden
  • Cortison (Cortison-Therapie, M. Cushing)
  •  Antibiotika:
    • Chinolone (Ciprofloxacin, Delafloxacin, Levofloxacin, Moxifloxacin, Norfloxacin, Ofloxacin)
  • Protonenpumpenhemmr (sog. „Säureblocker„; Omeprazol, Pantoprazol etc.) [Huang 2018]
  • Melatonin
  • Antikonvulsiva (z.B. Pregabalin, Lamotrigen)
  • GnRH-Agonisten
  • Tamoxifen
  • Interferon
  • Antidepressiva (können nach Absetzen im Rahmen eines Entzugssyndroms selbst neue depressive Symptome und Episoden hervorrufen!) 
  • Amphetamine
  • Alkohol
  • Cannabis
  • Kokakin

Das Gelbkörperhormon Progesteron ist unser stärkstes natürliches Antidepressivum. 20% aller Progesteronrezeptoren befinden sich im Gehirn.

Risiken / Folgeerkrankungen

Mortalität: 2fach erhöht
Lebenserwartung: 7-14 Jahre reduziert

Diagnostik

Labor

TSH, fT3, fT4

Häufig finden sich intrazelluläre Mängel bei Selen, Magnesium, Zink u.a.

Häufig Folsäure < 4,4 ng/ml

zur Erkennung einer Vit.D-Aktivierungsstörung und eines Rezeptordefekts

Exakte Bestimmung der einzelnen Fettsäuren. Häufig ausgeprägte Mängel an EPA und DHA

Häufig sind Lactobacillen und Indol-3-Acetat (IAA, Indolessigsäure) im Stuhl erhöht.
Die vermehrte Indolessigsäure stört den Mitochondrienstoffwechsel intestinaler Stammzellen. In Folge verringert sich die Zahl der Zellen im Darm, die vor Krankheitserregern schützen.


Quellen: Seitenblicke EHK 2024; 73: 113; Thieme

Behandlungsmöglichkeiten

Behandlungs-möglichkeiten

Westliche Leitlinienmedizin

Akuttherapie

leichte depressive Episode

  • angeleitete Selbsthilfe
  • gesprächbasierte Intervention
  • Internet- und mobilbasierte Interventionen (Apps)

mittelgradige depressive Episode

Psychotherapie oder medikamentöse Therapie

schwere depressive Episode

Psychotherapie und medikamentöse Therapie

Psychotherapie

In Deutschland sind folgende vier Psychotherapieverfahren zur Behandlung der Depression zugelassen und erstattungsfähig:

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Therapie einer depressiven Erkrankung gehört immer und ausschließlich in die Hand eines Facharztes mit entsprechender Kompetenz und Erfahrung. Psychopharmaka werden sehr oft schnell und leichtfertig eingesetzt, ohne zu bedenken, daß damit ein bleibender Schaden angerichtet werden kann. Das Risiko für teilweise sehr langwierige Entzugsstörungen ist schon nach kurzfristiger Einnahme gegeben. Die Nebenwirkungen und Entzugssymptome von Psychopharmaka werden jedoch in der westlichen Schulmedizin weitgehend ignoriert bzw. als (neu) Krankheitssymptome mißgedeutet. Das führt häufig zur Verordnung weiterer oder anderer Psychopharmaka und damit direkt in einen (manchmal lebenslangen) Teufelskreis.

Nichtmedikamentöse Behandlungsformen sind einer Psychopharmakatherapie immer vorzuziehen!
Antidepressiva sind keine Smarties und auch keine Bedarfsmedikation! Ohne fachgerechte Diagnosestellung und Einbettung in ein Therapiekonzept sind Antidepressiva nicht geeignet!

Sonstige Therapien

Elektrokrampftherapie (EKT)

Magnetkrampftherapie (MKT)

mehr Sicherheit bei ähnlich gutem Effekt wie EKT, aber mehr Sitzungen nötig

Wissenschaftlich fundierte Medizin

Orthomolekulare Medizin

Dringend Substitution aller in der Laboruntersuchung festgestellten Mängel in den hohen Normbereich. Manche Stoffe müssen auch deutlich über die oft viel zu niedrig angestzten Referenzbereiche vieler Labors hinaus dosiert werden, um ein bestehendes Defizit wirkungsvoll auszugleichen. Hierzu ist unbedingt Begleitung durch einen erfahrenen Therapeuten notwendig! Eine Selbstbehandlung mit Nahrungsergänzungsmitteln ist in den allermeisten Fällen nicht erfolgreich und kann nach meiner Erfahrung eine depressive Symptomatik sogar verschlimmern!

Mikronährstoffe, deren Substitution studienbelegt zur Verbesserung einer depressiven Symptomatik führen können:

⇒ Beginn mit 600mg, langsame Dosissteigerung auf max 1600mg

SAMe sollte aufgrund möglicher Schlafstörungen nicht vor dem Schlafengehen oder am Abend eingenommen werden.
Bei empfindlichen Personen zu den Mahlzeiten verzehren.
Grundsätzlich empfiehlt sich eine einschleichende Dosierung!


Quellen: Kagan, B. L. et al. 1990. Oral S-adenosylmethionine in depression: a randomized, double -blind placebo -controlled trial. Am J Psychiatry. 147:591 -595.

Serotoninsubstitution

Probiose

  • Lactobacillus helveticus und Bifibacterium longum 3x 109 koloniebildende Einheiten
    z.B. Darm-in-form Flora Spektrum ⇒ 1x tgl. 1 Kps. zum Essen

Quellen: Wallace CJK, Foster JA, Soares CN, Milev RV. The Effects of Probiotics on Symptoms of Depression: Protocol for a Double-Blind Randomized Placebo-Controlled Trial. Neuropsychobiology. 2020;79(1):108-116. doi: 10.1159/000496406. Epub 2019 Feb 13. PMID: 30759442.

 

Bewegung & Physio

Faszienrolle

  • Die Lösung der Faszien im Schulter-Nacken-Bereich mithilfe einer Faszienrolle konnte in einer Studie der Uni Witten/Herdecke die depressive Symptomatik der Teilnehmer signifikant verbessern.

weitere hilfreiche Maßnahmen

Vorsicht!

Bitte lassen Sie sich unbedingt zunächst von einem Facharzt untersuchen. Die hier genannten Mittel und Maßnahmen können Ihnen durchaus aus leichten Depressiven Zuständen heraus helfen oder begleitend zu einer Psychotherapie hilfreich sein. Bei schweren depressiven Erkrankungen reicht eine rein komplementäre Behandlung aber oft nicht aus und Sie verlieren wertvolle Zeit, in der sich Ihr Zustand verschlechtern sogar könnte. Führen Sie bitte bei Anzeichen einer depressiven Erkrankung keine reine Selbstbehandlung durch, sondern suchen Sie sich unbedingt einen ärztliche Therarapeuten!

Phytotherapie

z.B. Phytoform® Ashwagandha 500+ ⇒ 1 Kps. tgl. zum Essen

Crocin und Crocetin aus dem Safran wurden antidepressive Wirkungen nachgewiesen.

In Studien war die Wirkung der des schulmedizinisch verwendeten Antidepressivums Sertalin ebenbürtig.

der alkoholische Extrakt von Mentha piperita (auch als Tinktur bezeichnet) nicht zu verwechseln mit dem meist durch Wasserdampfdestillation gewonnenen Ätherischen Pfefferminz-Öl!

  • z.B. Nielsen Massey Peppermint Extract® Lösung ⇒ 3x tgl. 10 Trpf.
  • z.B. Bio Pfefferminze Tropfen von Auwald® ⇒ 3x tgl. 10 Trpf.

Eine weiter sehr preiswerte und auf jeden Fall die natürlichste Variante ist das Halten einer Pfefferminzpflanze, von der man die Spitzen der Blattkronen direkt essen kann ⇒ 2-3 Blattkronen am Tag gut kauen und schlucken.

Blüten-Essenzen

Bachblüten

  •  

Australian Bush Flowers

  • Tall Yellow Top ⇒ 2 x täglich 7 Tropfen unter die Zunge
  • plus Waratah  ⇒ 3 x täglich 3 Tropfen unter die Zunge
  • plus Kapok ⇒ 2 x täglich 7 Tropfen unter die Zunge
Einnahme über mehrere Monate fortführen!

übrigens:

Bei depressiver Erkrankung ist eine bestimmte Hirnregion (der sog. rechte präfrontale Cortex) besonders aktiv. Diese Region verarbeitet vor allem negative Gedanken. In MRT-Untersuchungen konnte nun gezeigt werden, daß bei Menschen, die gerade frisch verliebt und voller romantischer Gefühle sind, genau diese Hirnregion in ihrer Aktivität deutlich gedämpft wird. Das bestwirksame Mittel gegen Depression ist daher wissenschaftlich nachweisbar die romatische Liebe!

Homöopathie

bei Antriebsstörungen:
  • Conium maculatum C200
    ⇒ nach Angaben Ihres Therapeuten

Schüßler-Salze

  • Calcium sulfuratum Hahnemanni D6 (Schüßler-Salz Nr.18)
    ⇒ 3-4x tgl 2Tbl. mit etwas Abstand zum Essen im Mund zergehen lassen
  • Zicum chloratum D6 (Schüßler-Salz Nr. 21)
    ⇒ 2 Tbl. ca. 30 Minuten vor dem Schlafengehen im Mund zergehen lassen

Akupunktur

Nur durch erfahrenen Therapeuten empfohlen:

  • Dü-03
  • Lu-03, Lu-07, He-09

Urtinkturen

  • Ceres Urtinktur Absinthium (Wermut)

Vitalpilze

lion's mane mushroomz.B. HAWLIK Bio Hericium Extrakt Kapseln
⇒ 2x tgl. 2 Kps. (= 1200mg Bio Hericium Extrakt)


Quellen: –

Yīnchā-Therapie

Nur durch erfahrenen Therapeuten empfohlen:

  • LG-20, YinTang, Bl-10
  • He-03, Ma-36, Lu-07, Pe-07

Hydrotherapie

  • Kneippsche Anwendungen
  • Wechselduschen

Yoga

Asanas

  • Setu Bhandasana (Brücke)
  • Anjaneyasana (Tiefer Ausfallschritt rechts/links)
  • Virabhadrasana I (Krieger I)
  • Danurasana (Bogen)
  • gegen Antriebslosigkeit: Ustrasana (Kamel)

Hand-Mudras

Pranayama

  • Sonnenatmung

Meditation

  • Anahata-Chakra-Meditation

Steine & Kristalle

Vorsicht!

Erkrankungen können nicht mit Steinen oder Kristallen geheilt werden! Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften können sie jedoch oft - indem man sich mit ihnen beschäftigt - helfen, eine gute heilungsfördernde Umgebung zu schaffen. Nebenwirkung durch die Anwesenheit oder das Berühren von Steinen und Kristallen sind bisher nicht beschrieben worden.

  • Grauer Achat
    ⇒ z.B. über Mineral-Akupunktur an Ashi-Punkten
  • Bernstein
  • Wei-Sheng HuangYa-Mei BaiJu-Wei HsuKai-Lin HuangChia-Fen TsaiTung-Ping SuCheng-Ta LiWei-Chen LinShih-Jen TsaiTai-Long PanTzeng-Ji ChenMu-Hong Chen; Use of Proton Pump Inhibitors and Risk of Major Depressive Disorder: A Nationwide Population-Based Study. Psychother Psychosom 18 January 2018; 87 (1): 62–64. https://doi.org/10.1159/000485190
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