Fettleber (Steatosis hepatis)

Fettleber

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Definition / Synonyme / Klassifikation

Unterschieden werden:

  • Alkoholische Fettleber | ICD-10: K70.0
  • Nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD) = Metabolische Fettlebererkrankung = (MASLD) | ICD-10: K76.0

Häufigkeit

  • Betroffen sind mittlerweile ca. 18 Millionen Menschen in Deutschland.
  • Weltweit jeder vierte Erwachsene!
  • 70% der Menschen mit Übergewicht.

(Be)Deutung

  • unausgeglichenes Schütze-Jupiter-Prinzip
  • Nicht maßhalten können

Ursachen

  • extrem zu hohe Fruktosezufuhr in der westlichen Ernährung (v.a. durch high fructose corn syrup (HFCS) in industriellen Lebensmitteln!). Eine zu hohe Fruktosezufuhr schädigt die Leber genauso wie zu viel Alkohol!
  • Cholin-Mangel

nach Tibetischer Medizin

Risikofaktoren

Das Risiko an einer MASLD zu erkranken ist erhöht durch:

Symptome

  • Verstopfung (Obstipation)
  • zeitweise brennender Schmerz im rechten bis mittleren Oberbauch
  • Übelkeit, Erbrechen
  • schwarzer „Teerstuhl“⇒ sofort in Klinik!

Risiken & Folgeerkrankungen

  • Durch den verminderten Abbau zirkulierenden Insulins in der Leber entwickelt sich eine Insulinresistenz und damit über Kurz oder Lang ein Metabolischen Syndrom, das wiederum die Leberverfettung weiter voran treibt. Ein Teufelskreis.
  • Leberzirrhose
  • Leberkrebs

Behandlungsmöglichkeiten

Behandlungs-möglichkeiten

prinzipiell

  • das rechte Maß in allem finden (vor allem in der Ernährung!)

Basismaßnahmen

Gewichtsabnahme

Bereits bei einer Gewichtsreduktion um 5% geht der Leberfettgehalt deutlich zurück!

Meiden von Blutzuckerspitzen!

Eine Ernährungsumstellung zu fruktosearmer und niedrig glykämischen Kost ist unumgänglich!

Ernährung

  • deutliche Reduktion der Fruktosezufuhr (weniger Obst, Fruchtsäfte, Süßgetränke,  Fertiggerichte!)

Orthomolekulare Medizin

Voraussetzung für eine Besserung oder Heilung ist es immer, dem Organismus das zu geben, was er zur normalen Funktion braucht. Das heißt, Mängel an Mikronährstoffen müssen alle erkannt und effektiv behoben werden. Dabei bedarf es einer Menge Fachwissen aus der Orthomolekularmedizin und zuverlässiger Laboruntersuchungen. Wenden Sie sich deshalb unbedingt an einen in diesen Dingen erfahrenen Therapeuten, der Ihre Mängel gezielt aufdecken und mit Ihnen einen individuellen Substitutionsplan erstellen kann.

Die blinde Einnahme irgendwelcher Nahrungsergänzungsmittel ohne genaue Kenntnis der eigenen Mängel und ohne fachliche Beratung ist nicht sinnvoll und kann in Einzelfällen sogar schaden!

Therapeutisch wichtige Mikronährstoffe:

⇒ Magnesium 200-400mg tgl. als Magnesiumcitrat, -malat, -bisglycinat oder -taurat 

Besser: Bestimmung des Magnesiumwertes im Vollblut und bedarfsgerechte Substitution durch einen erfahrenen Therapeuten!

In einer Studie aus 2024 wurde gezeigt: Bei einer Tagesaufnahme von > 26,6mg Niacin sinkt die Sterblichkeit um 30% gegenüber einer Tagesmenge < 18,4mg.


Quellen: Pan J, Zhou Y, Pang N, Yang L. Dietary Niacin Intake and Mortality Among Individuals With Nonalcoholic Fatty Liver Disease. JAMA Netw Open. 2024;7(2):e2354277. doi:10.1001/jamanetworkopen.2023.54277

hoch bioverfügbares Cholin ⇒ 300mg tgl. (Schwangere und Stillende haben einen deutlich höheren Bedarf u. werden zur Dosierung von uns individuell beraten).

Bezugsquellen: Z.B. Cholinoform® 300+ Kps. ⇒ 1Kps. tgl. zu einer Mahlzeit

healthy-eating

Ernährung

  • Eine deutliche Reduktion der Fruktosezufuhr (weniger Obst, Fruchtsäfte, Süßgetränke,  Fertiggerichte!) ist absolute Grundvorraussetzung für eine Besserung der Lebersituaution!
  • Reduzieren Sie auch raffinierte  Kohlenhydrate wie Zucker u. Weißmehlprodukte!
  • Vermeiden Sie Fertiggerichte und hochverarbeitete  Lebensmittel aller Art, so gut es geht!
  • Meiden Sie Transfette (ultrahocherhitzte o. künstlich gehärtete Fette z.B. in Margarine, Backwaren, Chips etc.)!
  • Reduzieren Sie die Zufuhr von Omega-6-Fettsäuren (z.B. in Sonnenblumenöl u. allen damit hergestellten Industrieprodukten, Fleisch- u. Wurstwaren aus Massentierhaltung)
  • Vermeiden Sie Snacks u. Naschereien zwischen den Mahlzeiten. (Eine gute Methode der Ablenkung bei Hungergefühl bieten Ätherischen Öle → z.B. der „Süßhunger-STOP-Stick“)
  • Trinken Sie ca. 2 Liter Flüssigkeit möglichst gleichmäßig über den Tag verteilt (stilles Mineralwasser, ungesüßten Tee, schwarzen Kaffee in Maßen)
  • Bevorzugen Sie echte, natürliche Lebensmittel (die keine „Liste der Inhaltsstoffe“ brauchen)
  • Kaufen Sie Lebensmittel so frisch wie möglich
  • Kochen Sie wann immer möglich selbst (evtl. für mehrere Tage vorkochen)
  • Essen Sie maximal drei Mahlzeiten pro Tag. Diese sollten alle warm sein.
  • Füllen Sie den Teller stets zur Hälfte mit Gemüse oder Salat.
  • Bevorzugen Sie zuckerarme Obstsorten (z.B. Beeren).
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Hafer

→ 1-2 Hafertage pro Woche bis zur Besserung des Ultraschallbefundes.
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Phytotherapie

zB. Gastrovegetalin® Lösung ⇒ 3x tgl. 20 Trpf.

z.B. BAIKAL HELMKRAUT EXTRAKT KAPSELN von Sunday Natural ⇒ täglich 1 Kapsel mit 200 ml Wasser vor dem Essen einnehmen

Vitalpilze

Cordycepssiehe → https://bioeffekte.info/pflanzen/pilze/cordyceps/

z.B. Phytoform® Cordyceps 400+
⇒ 3x tgl. 1 Kps. (90 Kps. ca. 25,00€)
FormMed HealthCare GmbH | Online-Shop | Premium Mikronährstoffe (formmed-shop.de) Code: U42EX5K5


Quellen: 

besser: Kombinationen

z.B. formmed Phytoform® Vitalpilz-Komplex
⇒ 3x tgl. 1 Kps. zum Essen
(90 Kps. reichen 1 Monat und kosten ca. 40,00€)

FormMed HealthCare GmbH | Online-Shop | Premium Mikronährstoffe (formmed-shop.de) Code: U42EX5K5

Probiotika

Die Ergebnisse mehrerer Studien weisen darauf hin, dass, neben Adipositas und Insulinresistenz, die Translokation von bakteriellem Endotoxin einen Risikofaktor für die Entstehung einer nicht-alkoholbedingten Steatohepatitis (NASH) darstellen kann. Tierexperimentelle Untersuchungen zeigten, dass eine orale Supplementation von Probiotika einen positiven Einfluss auf die Entstehung einer nicht-alkoholbedingten Fettlebererkrankung (NAFLD) haben können. Ziel der vorliegenden Studie war es, zu untersuchen, ob die orale Supplementation von Bifidobacterium adolescentis vor einer diät-induzierten Steatohepatitis schützen kann. C57Bl/6J Mäuse erhielten über 12 Wochen eine Western style Diät oder Kontrolldiät +/- Bifidobacterium adolescentis im Trinkwasser (5×107 cfu/ml) ad libitum. Der Grad der Leberschädigung und die Endotoxinkonzentration in der Pfortader wurden am Versuchsende bestimmt. Mittels real-time RT-PCR und immunohistochemischer Färbung wurden Entzündungsmarker, die Neutrophilenzahl sowie die Proteinkonzentration von TLR-4 und die mRNA Expression von MyD88 und PAI-1 in der Leber wurden ermittelt. Außerdem wurde die Konzentration 4-Hydroxynonenaler (4-HNE) Proteinaddukten sowie des iNOS Proteins und die mRNA Expression von HO-1 als auch die NF kappa B Aktivität in der Leber bestimmt. Die Fütterung einer Western Style Diät resultierte, im Vergleich zur entsprechenden Kontrolldiät, in einer signifikanten Gewichtszunahme und einer beginnenden Steatohepatitis. Trotz unveränderter Gewichtszunahme und Endotoxinkonzentrationen im Pfortaderblut führte die Behandlung mit Bifidobacterium adolescentis bei Western style Diät gefütterten Tieren zu einer Abschwächung der Leberschädigung. Diese schützende Wirkung von Bifidobacterium adolescentis war mit einer verminderten Bildung von 4-HNE Proteinaddukten, NF kappa B Aktivität und Induktion verschiedener Entzündungsmarker in der Leber assoziiert. Insgesamt weisen die Ergebnisse daraufhin, dass eine orale Supplementation von Bifidobacterium adolescentis mit der Verminderung einer diät-assoziierten Leberschädigung einhergeht und das dieser Effekt mit der Abnahme der Lipidperoxidation und von Entzündungsmarkern in der Leber assoziiert ist.

Quelle:

Z Gastroenterol 2013; 51 – P_2_24
DOI: 10.1055/s-0032-1331987

Bifidobacterium adolescentis mildert nicht-alkoholbedingte Fettleberentzündung (NASH) im Mausmodell
A Reichold 1, SA Brenner 1, A Spruss 1, A Rings 1, K Förster-Fromme 1, I Bergheim 1, SC Bischoff 1

prism

Farbtherapie

Spektro-Chrom

→ GRÜN syst. ventral
→ ROT #7,8