Prämenstruelles Syndrom (PMS)

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Regelmäßiges Auftreten körperlicher und/oder psychischer Symptome vor dem Einsetzen der Regelblutung.

Stehen körperliche Symptome im Vordergrund hat sich die Bezeichnung Prämenstruelles Syndrom (PMS) etabliert.

Wenn v.a. die psychische Symptomatik stark ausgeprägt ist und den deutlich Alltag einschränkt, spricht man von einer „prämenstruellen dysphorischen Störung“ (PMDS).

Der Begriff prämenstruelle Störung (PMD) fast PMS und PMDS zusammen.

In westlichen Industrienationen leiden etwa 20-30% aller Frauen im gebärfähigen Alter unter prämenstruellen Beschwerden im Sinne eines PMS. Ca. 10% sind in dieser Zeit arbeitsunfähig.
Eine reine PMDS kommt seltener vor.

  • Mangel an Gelbkörperhormon (Progesteronmangel)
  • Hormonwirksame Umweltchemikalien in Lebensmitteln und Pflegeprodukten (endokrine Disruptoren)
  • HPU
  • Übermaß an Nikotin, Koffein
  • Übermaß an einfachen Kohlenhydraten (Zucker, raffiniertes Mehl, Pasta etc.)
  • zu fettarme Ernährung
  • Mikronährstoffmängel:
    • Magnesiummangel
  • psychische Belastungen

nach TCM

nach Chakrenlehre

Es werden über 150 Beschwerden beschrieben, die mit einem PMS zusammenhängen können! Hier nur die häufigsten:

  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit
  • Traurigkeit, depressive Stimmung
  • Schlafstörungen (Insomnie)
  • Heißhunger auf Süßes
  • Brustspannen
  • Überempfindlichkeit der Brustwarzen
  • trockene Haut, trockene Schleimhäute, Hautunreinheiten
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • geblähter Bauch, Blähungen, Bauchschmerzen, Verstopfung
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen

Risiken & Folgererkrankungen

  • Frauen mit PMD haben eine erhöhtes Risiko für eine frühe Menopause und vasomotorische Symptome

Zur Diagnosestellung reicht die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) mit typischerweise zyklusabhängigen Beschwerden aus.

Laborwerte

In dieser Indikation KEINE Kassenleistung!

Pregnenolon

meist im unteren bis mittleren Normbereich (sollte dann substituiert werden)

Progesteron

in der zweiten Zyklushälfte erniedrigt

Prolaktin

oft erhöht → Mönchspfeffer!

Ernährung

  • Nur wenige säurebildende bzw. “saure” Lebensmittel (z.B. Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Teigwaren, Kaffee, Alkohol) verzehren.

Mikronährstoffe

  • 3 Tage vor bis 3. Tag der Menstruationsblutung:
    Pyridoxinhydrochlorid (Vit.B6) 100mg oder Pyridoxal-5-Phosphat (P5P)  30mg  1x abends
    plus
    Magnesium 2x tgl. 300mg
    (z.B. B6-form 25 pyridoxin+ 1 Kps abends
    + Magnesioform 300 forte je 1 Kps. morgens u. abends)

Phytotherapie

Heilpflanzen & Kräuter

Mönchspfeffer (Agnus castus)

  • senkt u.a. den Prolaktinspiegel

Gewürznelke

  • GewürznelkeUniversalmittel gegen Regelbeschwerden

Schachtelhalm (Equisetum arvense, Herba sicc.))

Baldrian

Hopfen

Traubensilberkerze

Frauenmantel

Wirkung bei Gelbkörperschwäche

Johanniskraut

Schafgarbe

  • unterstützt die Progesteronproduktion
  • wirkt entkrampfend
  • wirkt normalisierend auf den Blutfluß der Regelblutung

Afrikanische Schwarzbohne (Griffonia)

  • hoher Gehalt an 5-HTP

Pflanzliche Komplexmittel

Mastodynon® (Bionorica)

2x tgl. 1 Tbl.

Inhaltsstoffe:

  • Agnus castus Ø 162,0 mg
  • Caulophyllum thalictroides Dil. D4 81,0 mg
  • Cyclamen Dil. D4 81,0 mg
  • Ignatia Dil. D6 81,0 mg
  • Iris Dil. D2 162,0 mg
  • Lilium tigrinum Dil. D3 81,0 mg
  • Lactose-Monohydrat
  • Kartoffelstärke
  • Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Vorsicht: Das Präparat Agnucaston® der gleichen Firma enthält eine Reihe ungesunder Hilfs- und Zusatzstoffe und sollte daher nicht verwendet werden!

Komplex-Homöopathie

Nemafam® (Nestmann)

⇒ 3x tgl. 25-30 Trpf.


Bezugsquellen: https://www.nestmann.de/shop

Homöopathie Einzelmittel

  • Lac caninum D12
  • Calcium Carbonicum
  • Caulophyllum thalictroides
  • bei Gereiztheit: Schokolade (Chocolate) C200Lachesis oder Lilium tigrinum
  • bei Depression: Sepia oder Natrium muriaticum

Spagyrik

Upelva spag® Tropfen (Pekana)

Upelva spag® Tropfen (Pekana)
⇒ 3x tgl. 14 – 21 Tropfen in Flüssigkeit jeweils vor den Mahlzeiten

Inhaltsstoffe:
Xanthoxylon fraxineum D6, Viburnum opulus D6, Cyclamen D6, Chamaelirium luteum D6, Datura stramonium D12, Kalium carbonicum D4, Hypericum perforatum D4, Delphinium staphisagria spag. Peka D6

Schüßler-Salze

Zincum chloratum D6 (Schüßler-Salz Nr. 21)

⇒ 3x tgl. 2 Tbl. mit Abstand zum Essen im Mund zergehen lassen


siehe auch → Zinkum chloratum auf wirkungen.info

Manganum sulfuricum (Schüßler-Salz Nr.17)

⇒ 3x tgl. 2 Tbl. mit Abstand zum Essen im Mund zergehen lassen


siehe auch → 

TCM

Akupunkturpunkte

  • Ni-06,

Blüten-Essenzen

Bachblüten

  •  

Australian Bush Flowers

  • She Oak Female ⇒ 3x tgl. 3 Trpf. vor dem Essen

Aromatherapie

Ätherische Öle

Es gibt in der Aromatherapie zahlreiche sehr effektive Mischungen Ätherischer Öle, die in verschiedenen Anwendungsformen hervorragend gegen die Beschwerden eines PMS helfen können. Lassen Sie sich hierzu von einemerfahrenen Aromatherapeuten oder Ganzheitsmediziner individuell beraten!

weiter hilfreiche Mittel

  • Baldrian
  • Hopfen
  • Traubensilberkerze
  • Johanniskraut
  • Gewürznelken

Ausgleich der Hypophyse:

  • Mönchspfefferextrakt (Vitex agnus castus) in Form von Tropfen oder Tabletten
  • Dong quai

Symptomatische Behandlung

gegen Spannen, Schmerzen und Berührungsempfindlichkeit der Brüste

  • Nestmann Komplex 52 Hypericum K ⇒ 3x tgl. 10 Trpf. einnehmen

gegen Unterleibskrämpfe:

  • Traubensilberkerze
  • Schneeballbaumrinde
  • Rainfarn

gegen Ödeme:

  • Bärentraube
  • Gewürznelke

Quellen & Literatur

Studien

  • Dosoky NS, Setzer WN. Biological Activities and Safety of Citrus spp. Essential Oils. Int J Mol Sci. 2018 Jul 5;19(7):1966. doi: 10.3390/ijms19071966. PMID: 29976894; PMCID: PMC6073409.

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